Neugeschäft der vdp-Banken

Ein Fünftel mehr Kredite für Wohnimmobilien vergeben


vdp: Neugeschäft mit Krediten für Wohnimmobilien wächst

Die vdp-Banken geben wieder deutlich mehr neue Finanzierungen aus als noch vor einem Jahr. Besonders Darlehen für Häuser und Wohnungen sind gefragt – das Kreditvolumen ist innerhalb eines Jahres um 22 Prozent auf 46 Milliarden Euro gestiegen.

Im ersten Halbjahr 2025 stellten die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute insgesamt Finanzierungen im Wert von 70,1 Milliarden Euro zur Verfügung, das ist Plus von 17 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024.

Zur positiven Entwicklung trug vor allem die Kreditvergabe für den Bau und Kauf von Wohnimmobilien bei, teilte der Verband mit, der die wichtigsten Immobilienfinanzierer in Deutschland vertritt, etwa die Deutsche Bank, Landesbanken und große Sparkassen.

Wohnimmobilien: Mehrfamilienhäuser mit dem größten Plus

Das Volumen an neu ausgereichten Darlehen für Häuser und Wohnungen belief sich Ende Juli 2025 auf 46 Milliarden Euro. Damit lag es knapp ein Viertel (22 Prozent) höher als Ende Juli 2024 mit 37,7 Milliarden Euro.

Am stärksten fiel der relative Anstieg mit 30,3 Prozent bei Immobiliendarlehen für Mehrfamilienhäuser aus (11,6 Milliarden Euro). Die Finanzierung von Ein- und Zweifamilienhäusern (22,8 Milliarden Euro) wies ein Plus von 21,9 Prozent aus. Zweistellig war auch die Wachstumsrate bei Eigentumswohnungen (9,3 Milliarden Euro) mit plus 17,7 Prozent. Die Kreditvergabe für sonstige wohnwirtschaftliche Objekte erreichte einen Wert von 2,3 Milliarden Euro (plus 4,5 Prozent).

Gewerbeimmobilien: Kredite für Büros steigen nur leicht

Kredite für Gewerbeimmobilien summierten sich den vdp-Banken zufolge im ersten Halbjahr 2025 auf 24,1 Milliarden Euro – das sind 8,6 Prozent mehr als vor einem Jahr (22,2 Milliarden Euro).

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 summierten sich die Darlehen für Gewerbeobjekte von Januar bis Ende Juni dieses Jahres auf 24,1 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte davon entfiel mit 11,8 Milliarden Euro auf Büroimmobilien – das Darlehensvolumen nahm gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 Prozent zu. Finanzierungen für Einzelhandelsimmobilien stiegen deutlich um 13,6 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro.

Deutlich höhere Steigerungsraten verzeichneten zwar Darlehen für Industriegebäude (80 Prozent) und Hotels (46,2 Prozent), allerdings lagen hier die absoluten Finanzierungsvolumina mit 0,9 Milliarden Euro beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro weit unterhalb der Werte bei Büros und Handel.

Immobilienfinanzierung: Wachstum setzt sich fort

Treiber für das Immobilienfinanzierungsgeschäft waren laut vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt insbesondere die starke Nachfrage nach Wohnraum und der hohe Anlagedruck. "Offenbar haben sich Investoren und Privathaushalte inzwischen auf das neue Zinsniveau eingestellt, das übrigens – im langfristigen Vergleich – günstig ist."

Die vdp-Banken rechnen damit, dass sich die Entwicklung des ersten Halbjahrs auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird. Das Wachstum werde sich dabei weiter vor allem aus der Vergabe von Wohnimmobiliendarlehen speisen. Unsicherheitsfaktoren blieben das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld.


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Schlagworte zum Thema:  Immobilienfinanzierung , Zinsen
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