Facility Management: Mittelstand bereitet sich auf Outsourcing vor
Gebäudebewirtschaftung wird demnach oftmals nur noch wegen des sozialen Verantwortungsgefühls mit eigenem Personal erbracht.
Im Gegensatz zu großen Unternehmen und Konzernen mit diversifizierter Eigentümerstruktur sind der Studie zufolge die mittelständischen Unternehmen in der Regel stark in der Region verwurzelt. Dieser Standortfaktor habe wesentlichen Einfluss auf die Facility-Management-Strategie.
Die Befragten Mittelständler gaben an, Sekundärprozesse zur Gebäudebewirtschaftung vor allem wegen des sozialen Verantwortungsgefühls noch mit eigenem Personal zu erbringen. Auch ginge es um den guten Ruf in der Region. Wirtschaftliche Gründe spielten weniger eine Rolle bei dieser Entscheidung.
Fachkräftemangel größte Zukunftssorge
Angesprochen auf die Zukunftserwartungen, sorgten sich die Studienteilnehmer vor allem um den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel. Dass sich im Facility Management ein erheblicher Mangel an Arbeitskräften abzeichnet, zeigt auch eine Studie von IFMA und RICS.
Zusätzlich erwarten die Befragten einen Anstieg von Gesetzen und Vorschriften auf nationaler und auf EU-Ebene. Diese Erwartungen lassen viele Unternehmen daran zweifeln, dass sie für diese Aufgaben künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung haben werden.
„Wer sich zu spät auf die Zukunft vorbereitet, muss mit erheblichen Nachteilen durch Personalengpässe rechnen“, sagt Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder und Studienautor.
Größe und Branchenzugehörigkeit beeinflussen Gebäudemanagement
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen außerdem, dass etablierte Prozesse in Großunternehmen und Konzernen sich nicht auf die Strukturen mittelständischer Unternehmen übertragen lassen. Hier seien die Dienstleister gefordert, maßgeschneiderte Lösungen und Angebote zu entwickeln.
Die Zielgruppe unterscheide sich je nach Branchenzugehörigkeit und Anzahl der Mitarbeiter deutlich in der Einstellung zum Gebäudemanagement. Je mehr Mitarbeiter und Standorte ein Unternehmen habe, desto eher gleiche das Gebäudemanagement dem von Großunternehmen.
Die Lünendonk-Studie wurde von den Facility-Service-Dienstleistern Apleona, DB Services, Dussmann, Klüh, Piepenbrock, RGM und Dr. Sasse unterstützt. Befragt wurden 83 deutsche Unternehmen aus Industrie, Handel, Verkehr- und Logistik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie mit einem Jahresumsatz zwischen 200 Millionen und einer Milliarde Euro.
-
Wo Babyboomer-Häuser den Markt fluten
154
-
Notarvertrag muss 14 Tage vor Beurkundung vorliegen
153
-
So entwickeln sich die Wohnimmobilienpreise bis 2035
61
-
Brisanz einer Immobilienblase: aktuelle Entwicklung
442
-
Steigende Angebote und Preise – wo Käufer jetzt profitieren
38
-
Provision bei Vorkenntnis des Käufers? Es kommt darauf an!
37
-
Immobilienprüfung mit ChatGPT – was ist möglich?
34
-
Befristetes "Umwandlungsverbot" bis Ende 2030 verlängert
32
-
Zinsen, Neubaukrise, Mythen: Warum die Preise stagnieren
25
-
Baunebenkosten in Deutschland am höchsten
16
-
Berlins Arbeitersiedlungen: Neumieten werden unbezahlbar
04.08.2026
-
Autokrise trifft Immobilienmarkt: Was Verkäufer riskieren
30.07.2026
-
Heizungsart entscheidet mit über den Immobilienwert
22.07.2026
-
Wo sich Vermieten 2026 noch lohnt
22.07.2026
-
Zinsen, Neubaukrise, Mythen: Warum die Preise stagnieren
21.07.2026
-
Wo Kaufen statt Mieten das Einkommen schont
20.07.2026
-
Mieten steigen stark, Kaufpreise bleiben moderat
20.07.2026
-
Deutschlands Baukrise: Wann kommt die Wende?
20.07.20261
-
Heizungstausch und Klimapolitik: Trendwende mit Fragezeichen
17.07.2026
-
Wohnungsbestand wächst – Entlastung bleibt aus
16.07.2026