Die Vorteile der Digitalisierung sind Immobilienverwaltern bestens bekannt - im Alltag spielt das Thema in den allermeisten Unternehmen bislang jedoch noch eine untergeordnete Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine exklusive Umfrage, die die Online-Redaktion von Haufe-Immobilien unter knapp 240 Verwaltern durchgeführt hat. Demnach setzen drei Viertel der Immobilienverwaltungen bislang nur einfachste digitale Prozesse um.

Laut der Umfrage halten zwei Drittel der Immobilienverwaltungen das Thema Digitalisierung für ihr Unternehmen für relevant oder sogar für sehr relevant, bei den Betrieben mit über 50 Mitarbeitern sind es sogar 87 Prozent. Und 80 Prozent der Befragten sehen Verbesserungsmöglichkeiten bei ihren digitalen Prozessen.

87 Prozent haben kein Budget für den Digitalisierungsprozess

Trotzdem: Die große Mehrheit der befragten Unternehmen gibt sich nicht sonderlich viel Mühe, den Digitalisierungsprozess voranzutreiben. Meist erledigt der Geschäftsführer die Aufgaben nebenbei. 87 Prozent der Firmen haben für die Digitalisierung kein Budget - weder personell, noch finanziell oder zeitlich. Einen eigenen Digitalisierungsbeauftragten gibt es gar nur in sechs Prozent der Immobilienverwaltungen - und das vor allem in den großen Unternehmen. Rund 50 Prozent der befragten Verwalter waren Kleinstbetriebe mit maximal fünf Mitarbeitern, lediglich 13 Prozent hatten mehr als 50 Angestellte.

Umfassende digitale Anwendungen gibt es bislang kaum

Bislang sind es meist anfängliche digitale Prozesse oder Standards, die schon in den Immobilienverwaltungen umgesetzt werden. Etwa ein Drittel (35 Prozent) haben bereits eine professionelle Verwaltungssoftware eingeführt, 28 Prozent der Geschäftsführer nutzen mobile Devices wie Tablets oder Smartphones. Die Fachabteilungen verantworten digitale Routineaufgaben, wie zum Beispiel digitalisierte Rechnungen oder Eingangspost (35 Prozent) oder sie kümmern sich um ein digitales Archiv oder ein Dokumentenmanagement-System (32 Prozent). Häufig benutzte Dokumente liegen immerhin bei 49 Prozent der Befragten schon digital vor. Durchgängige digitale Anwendungen oder Prozesse gibt es jedoch kaum: In 60 Prozent der Fälle werden den Kunden keine Dokumente über ein Kundenportal zur Verfügung gestellt. 76 Prozent der Unternehmen nutzen keine verzahnten Systeme wie Cloudsoftware und -services. Bei 70 Prozent gibt es noch keine Apps, zum Beispiel für die Wohnungsübergabe oder für Handwerkereinsätze.

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