Europace Hauspreisindex (EPX)

Preise für Eigenheime und Wohnungen fallen noch


EPX: Preise für Eigenheime und Wohnungen fallen noch

Der Europace Hauspreisindex (EPX) verzeichnet für Januar 2026 leicht nachgebende Immobilienpreise in allen Wohnsegmenten. Mit einem Minus von 0,46 Prozent sinken die Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser am deutlichsten.

Im Januar 2026 haben die Preise gegenüber Dezember 2025 in allen Teilsegmenten nachgelassen – sowohl Eigentumswohnungen als auch bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser haben Federn gelassen und am stärksten gingen die Werte im Neubau zurück.

Insgesamt sinkt der Europace Hauspreisindex (EPX) gegenüber dem Vormonat um 0,27 Prozent und landet bei einem neuen Gesamtwert von 220,11 Punkten (Basisjahr 2005 = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise um 1,48 Prozent gestiegen.

Neue Häuser erstmals seit fünf Monaten wieder günstiger

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Januar 2026 mit einem marginalen Minus von 0,1 Prozent stabil. Der Index fällt minimal auf 217,35 Punkte. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 0,91 Prozent.

Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser gehen die Preise ebenfalls nur leicht zurück: Mit einem Minus von 0,33 Prozent sinkt der Index auf 200,82 Punkte. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate erhöhten sich die Preise um 1,35 Prozent.

Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im EPX hingegen sind erstmals seit fünf Monaten rückläufig: Die Baupreise geben um 0,46 Prozent nach und der Index sinkt auf 242,16 Punkte. Im Vorjahresvergleich stiegen die Baupreise noch um 2,12 Prozent.

Preisnachlässe bei Wohnimmobilien nicht von Dauer

"Besonders dynamisch entwickelt sich weiterhin der Mietmarkt. Die Angebotsmieten sind zum Jahresbeginn um rund 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen", sagt Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter. Diese Entwicklung erhöhe den wirtschaftlichen Druck auf viele Haushalte und verschiebe die Abwägung zunehmend in Richtung Eigentum. "Für den weiteren Jahresverlauf gehen wir jedoch nicht davon aus, dass die Immobilienpreisen weiter sinken."

Der Spielraum zwischen Angebotspreisen und tatsächlichen Kaufpreisen dürfte sich laut Münter weiter verringern, da die Immobilienpreise zunehmend unempfindlicher gegenüber Zinsbewegungen werden. Das Marktumfeld sei anspruchsvoll, aber berechenbarer geworden. Wer langfristig plane und über Finanzierungssicherheit verfüge, sollte nicht darauf setzen, dass aktuelle Preisnachlässe von Dauer sind.

Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail

Gesamtindex: leicht fallend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Januar 2026

220,11

- 0,72 Prozent

+ 1,48 Prozent

Dezember 2025

220,71

- 0,11 Prozent

+ 1,90 Prozent

November 2025

220,95

+ 0,24 Prozent

+ 2,40 Prozent

Oktober 2025

220,43

+ 0,23 Prozent

+ 2,50 Prozent

September 2025

219,91

+ 0,48 Prozent

+ 2,65 Prozent

August 2025

218,87

- 0,09 Prozent

+ 2,41 Prozent

Juli 2025

219,20

+ 0,40 Prozent

+ 2,63 Prozent

Juni 2025

218,19

- 0,18 Prozent 

+ 2,45 Prozent

Mai 2025

218,58

+ 0,53 Prozent

+ 2,83 Prozent

April 2025

217,43

+ 0,01 Prozent

+ 2,72 Prozent

März 2025

217,41

+ 0,24 Prozent

+ 3,07 Prozent

Februar 2025

216,89

+/- 0,00 Prozent

+ 3,44 Prozent

Januar 2025

216,89

+  0,14 Prozent

+ 3,67  Prozent

Quelle: Europace

Eigentumswohnungen: stabil

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Januar 2026

217,35

- 0,01 Prozent

+ 0,91 Prozent

Dezember 2025

217,37

- 0,60 Prozent

+ 1,50 Prozent

November 2025

218,68

- 0,24 Prozent

+ 2,50 Prozent

Oktober 2025

219,21

- 0,15 Prozent

+ 3,29 Prozent

September 2025

219,55

+ 0,13 Prozent

+ 3,19 Prozent

August 2025

219,27

+ 0,03 Prozent

+ 3,18 Prozent

Juli 2025

219,20

+ 0,64 Prozent

+ 3,24 Prozent

Juni 2025

217,80

+ 0,33 Prozent

+ 3,24 Prozent

Mai 2025

217,09

+ 0,40 Prozent

+ 3,71 Prozent

April 2025

216,23

- 0,01 Prozent

+ 4,48 Prozent

März 2025

216,26

+ 0,29 Prozent

+ 5,80 Prozent

Februar 2025

215,63

+ 0,11 Prozent

+ 6,33 Prozent

Januar 2025

215,40

+ 0,58 Prozent

+ 6,81 Prozent

Quelle: Europace

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: fallend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Januar 2026

242,16

- 0,46 Prozent

+ 2,12 Prozent

Dezember 2025

243,27

+ 0,42 Prozent

+ 2,68 Prozent

November 2025

242,25

+ 0,79 Prozent

+ 2,51 Prozent

Oktober 2025

240,35

+ 0,64 Prozent

+ 2,07 Prozent

September 2025

238,83

+ 0,63 Prozent

+ 2,25 Prozent

August 2025

237,34

- 0,49 Prozent

+ 1,74 Prozent

Juli 2025

238,50

+ 0,06 Prozent

+ 1,81 Prozent

Juni 2025

238,36

- 0,43 Prozent

+ 1,62 Prozent

Mai 2025

239,39

+ 0,57 Prozent

+ 1,93 Prozent

April 2025

238,35

- 0,13 Prozent

+ 1,17 Prozent

März 2025

238,35

+ 0,23 Prozent

+ 0,92 Prozent

Februar 2025

237,81

+ 0,29 Prozent

+ 0,97 Prozent

Januar 2025

237,13

+ 0,09 Prozent

+ 0,65 Prozent

Quelle: Europace

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: leicht fallend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Januar 2026

200,82 

- 0,33 Prozent

+ 1,35 Prozent

Dezember 2025

201,48

- 0,22 Prozent

+ 1,40 Prozent

November 2025

201,93

+ 0,10 Prozent

+ 2,16 Prozent

Oktober 2025

201,73

+ 0.18 Prozent

+ 2,18 Prozent

September 2025

201,36

+ 0,69 Prozent

+ 2,54 Prozent

August 2025

199,99

+ 0,26 Prozent

+ 2,36 Prozent

Juli 2025

199,47

+ 0,53 Prozent

+ 0,53 Prozent

Juni 2025

198,41

- 0,43 Prozent

+ 2,60 Prozent

Mai 2025

199,27

+ 0,63 Prozent

+ 2,96 Prozent

April 2025

198,03

+ 0,21 Prozent

+ 2,73 Prozent

März 2025

197,61

+ 0,20 Prozent

+ 2,79 Prozent

Februar 2025

197,22

- 0,47 Prozent

+ 3,41 Prozent

Januar 2025

198,15

- 0,28 Prozent

+ 4,10 Prozent

Quelle: Europace

Value-Prognose: Mieten steigen deutlich

Nach dem moderaten Dezember 2025 beginnen die inserierten Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt zum Jahresstart 2026 bereits wieder zu steigen, wie eine Analyse der Value AG zeigt, die den EPX begleitet.

Während die Transaktionszahlen im Januar leichte Rückgänge verzeichneten, steigen die Angebotspreise weiter. Wohnungen verteuerten sich demnach um 0,2 Prozent (Vorjahr: plus 5,1 Prozent) und Hauspreise um 0,34 Prozent (Vorjahr: plus 3,8 Prozent). Die Angebotsmieten starteten mit einer Steigerung von 0,73 Prozent im Vergleich zum Vormonat mit Vollgas in das neue Jahr.

"Während die Kaufpreise nur leicht steigen, schießen die Mieten förmlich durch die Decke", kommentierte Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG, die aktuellen Marktdaten. "Wer jetzt noch zögert, muss wissen: Der aktuelle Spread – also die Lücke zwischen Wunschpreis und Abschluss – wird nicht ewig offen bleiben. Wir sehen bereits, dass die Preise unempfindlicher gegenüber den Zinsen werden." Er erwartet für 2026 steigende Preise.

Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.

Europace EPX Hedonic Datenbasis

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