Rn. 1

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

§ 11 Abs 2 EStG gilt auch für die Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen, vgl BMF v 09.11.2016, BStBl I 2016, 1213 Rz 44. Nach Rz 47 (Wohnungseigentümer und Mieter) dieses BMF-Schreibens müssen Aufwendungen entweder in der Jahresabrechnung gesondert aufgeführt sein oder durch Bescheinigung des Verwalters oder Vermieters nachgewiesen werden (Wohnungseigentümer und Mieter).

 

Rn. 2

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

Nach BMF v 09.11.2016, BStBl I 2016, 1213 Rz 42 sind Aufwendungen für regelmäßig wiederkehrende Dienstleistungen (wie zB Reinigung des Treppenhauses, Gartenpflege, Hausmeister) grundsätzlich anhand der geleisteten Vorauszahlungen im Jahr der Vorauszahlungen abzuziehen. Einmalige Aufwendungen (wie zB Handwerkerrechnungen) sind dagegen erst im Jahr der Genehmigung der Jahresabrechnung zu berücksichtigen.

 

Rn. 3

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

Soweit einmalige Aufwendungen durch eine Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage finanziert werden, sind die Aufwendungen erst im Jahr des Abflusses aus der Instandhaltungsrücklage oder im Jahr der Genehmigung der Jahresabrechnung, die den Abfluss aus der Instandhaltungsrücklage beinhaltet, zu berücksichtigen. Es ist aber auch nicht zu beanstanden, wenn Wohnungseigentümer die gesamten Aufwendungen erst in dem Jahr geltend machen, in dem die Jahresabrechnung im Rahmen der Eigentümerversammlung genehmigt worden ist. Für die zeitliche Berücksichtigung von Nebenkosten bei Mietern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

 

Rn. 4

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

Nach zutreffender Auffassung, vgl FG BdW v 20.11.2012, 11 K 838/10, EFG 2013, 525 mit Anm Graw, EFG 2013, 527, steht dem Wohnungseigentümer die Steuerbegünstigung nach § 35a Abs 2 EStG für Handwerkerleistungen, die von der WEG beauftragt und aus den laufenden Vorauszahlungen der Wohnungseigentümer beglichen wurden, im Jahr der Vorauszahlung an die WEG und nicht erst im Jahr der Genehmigung der Jahresabrechnung zu. Gleiches gilt für einmalige Aufwendungen, zB Handwerkerrechnungen, die durch eine Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage finanziert werde, auch insoweit erfolgt der Abfluss bereits im Zeitpunkt der Zahlung durch den Verwalter.

 

Rn. 5

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

Beim Mieter erfolgt der Abfluss der entsprechenden Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen mit den Nebenkostenvorauszahlungen an den Vermieter, unabhängig davon, ob dieser seinerseits Vorauszahlungen an den Verwalter der WEG leistet.

 

Rn. 6

Stand: EL 149 – ET: 02/2021

Eine als Nachweis haushaltsnaher Dienstleistungen anzuerkennende Jahresabrechnung erfordert, dass die auf den einzelnen Wohnungseigentümer und Mieter entfallenden Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen sowie für Handwerkerleistungen gesondert aufgeführt sind (FG Nds v 08.05.2019, 4 K 120/18, Rev BFH VI R 24/20). Der Mindestinhalt einer solchen Jahresabrechnung ergibt sich aus Rz 26 und 27 des BMF v 09.11.2016, BStBl I 2016, 1213.

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