Rz. 3

Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen mit Geschäftsleitung und Sitz im Inland bleiben auch dann unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig, wenn sie unter die Befreiungsvorschriften des § 5 Abs. 1 KStG fallen. Sie gehören demnach niemals zu den beschränkt Körperschaftstpfl., auch nicht nach § 2 Nr. 2 KStG. Diese Vorschrift gilt ausschließlich nur für Körperschaften, die nicht unter den Tatbestand der unbeschränkten Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 KStG fallen. Im Ergebnis entspricht aber die unbeschränkte Steuerpflicht steuerbefreiter Körperschaften nach § 5 Abs. 2 Nr. 1 KStG der Regelung für beschränkt Körperschaftstpfl. i. S. d. § 2 Nr. 2 KStG. § 5 Abs. 2 Nr. 1 KStG regelt die unbeschränkte Steuerpflicht, schließt daher die beschränkte Steuerpflicht nach § 2 Nr. 2 KStG aus. Eine ähnlich strenge Abgrenzung zwischen beschränkt stpfl. und unbeschränkt stpfl., aber steuerbefreiten Personen enthalten die Sondervorschriften für den Steuerabzug vom Kapitalertrag.[1]

 

Rz. 4

So wie die beschränkte Steuerpflicht nach § 2 KStG nicht für steuerbefreite Personen nach § 5 Abs. 1 KStG gilt, kommt andererseits eine Steuerbefreiung nach § 5 Abs. 1 KStG für beschränkt Stpfl. i. S. d. § 2 Nr. 1 KStG nicht in Betracht.[2] Für beschränkt Stpfl. nach § 2 Nr. 2 KStG sind Steuerbefreiungen ausgeschlossen, weil die beschränkt stpfl. Einkünfte immer dem Steuerabzug unterliegen.[3]

 

Rz. 5

Da die Besteuerung der Hauberg-, Wald-, Forst- und Laubgenossenschaften sowie ähnlicher Realgemeinden durch § 3 geregelt wird, kommt eine beschränkte Steuerpflicht dieser Realgemeinden nach § 2 Nr. 2 KStG nicht in Betracht. In diesen Fällen sind die einbehaltenen Steuerabzugsbeträge anteilig unmittelbar bei den Beteiligten anzurechnen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Steuer Office Excellence. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Steuer Office Excellence 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge