Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, Bescheinigungen
 

Rz. 1

Stand: EL 96 – ET: 07/2012

Eine Bescheinigung dient im Rahmen des Besteuerungsverfahrens als Nachweis für das Vorhandensein bestimmter Tatsachen (> Beweislast, > Mitwirkungspflichten). In bestimmten Fällen ist der ArbG gesetzlich zur Bescheinigung bestimmter Sachverhalte gegenüber dem ArbN oder der Behörde verpflichtet; zu einem Beispiel vgl § 41b EStG und > Lohnsteuerbescheinigung Rz 16. Aber auch das FA stellt im bestimmten Fällen Bescheinigungen aus (> Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug; außerdem > Freistellungsbescheinigung). Zunehmend tritt an die Stelle der herkömmlichen Bescheinigungen eine Übermittlung von Daten auf elektronischem Wege wie zB die Bereitstellung der > Lohnsteuerabzugsmerkmale zum Abruf durch den ArbG beim BZSt.

 

Rz. 2

Stand: EL 96 – ET: 07/2012

Bei Bescheinigungen in ausländischer Sprache kann das FA die Vorlage einer beglaubigten Übersetzung verlangen (§ 87 AO), wenn die Bescheinigung nicht ohne weiteres durch eigenes Personal übersetzt werden kann (vgl AEAO zu § 87) oder nicht eindeutig und allgemein verständlich ist. Zur Bescheinigung der nicht der deutschen ESt unterliegenden Einkünfte durch die ausländische Steuerbehörde vgl § 1 Abs 3 Satz 5 EStG (> Unbeschränkte Steuerpflicht Rz 26).

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