15.09.2014 | Finanzen der Rentenversicherung

Rentenrücklage sinkt wegen Mütterrente

Geringere Rentenrücklage wegen Rentenerhöhung und Mütterrente.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Rücklage der Rentenversicherung erreichte seit dem Frühjahr immer neue Rekordwerte. Nun macht sich aber das Rentenpaket der GroKo bemerkbar. Das Finanzpolster der Rentenversicherung sinkt aufgrund der Rentenerhöhung und der höheren Mütterrente erstmals wieder leicht.

Die Rentenerhöhung zum 1. Juli und die ersten Zahlungen der höheren Mütterrente haben das Finanzpolster der Rentenkasse erstmals seit Monaten leicht abschmelzen lassen. Die Rücklage sank innerhalb eines Monats um rund 500 Millionen auf 33,7 Milliarden Euro Ende August, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund am 12.9.2014 in Berlin mitteilte.

Finanzpolster sinkt erstmals wieder wegen Rentenerhöhung und erhöhter Mütterrente
Der Rückgang gehe vor allem auf höhere Ausgaben zurück, sagte ein Sprecher. So bekommen die gut 20,5 Millionen Rentner seit 1. Juli etwas mehr Geld (+ 2,53 Prozent im Osten, 1,67 Prozent im Westen). Zudem wirkten sich die Zahlungen zur Mütterrente aus.
Bis Ende August seien bei der Rentenversicherung zudem insgesamt rund 109 000 Anträge auf die neue abschlagsfreie Rente ab 63 gestellt worden. Rund 85 000 Anträge waren es bis Ende Juli 2014.

Rentenbeitragssatz könnte zum Jahreswechsel sinken
Experten gehen davon aus, dass der Rentenbeitragssatz zum Jahreswechsel von derzeit 18,9 Prozent um 0,1 Punkte sinken könnte. Wegen der Mehrausgaben gibt es in der Koalition dazu aber große Skepsis.
Insgesamt sollen die verbesserte Mütterrente und die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte noch dieses Jahr mit etwa 4,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen, danach mit 9 bis 11 Milliarden Euro jährlich. Klarheit über die Finanzentwicklung in der Rentenkasse gibt es mit der offiziellen Schätzung im Herbst.

Schlagworte zum Thema:  Rentenversicherung, Rücklage, Rentenpaket, Mütterrente, Abschlagsfreie Rente, Beitragssatz, Rente

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