Personalmangel: Jetzt kochen die Roboter
Der Durchschnittsgast, so die bisherigen Erfahrungen, soll dabei keinen Unterschied zu "handgemachtem" Essen geschmeckt haben. Start-ups wie "Da Vinci Kitchen" aus Leipzig oder "Aitme" aus Berlin entwickeln solche Roboter, die mit ihren Greifern Mahlzeiten zubereiten und an einer Theke ausgeben. Gemüse, Nudeln, Kartoffeln oder Fleisch werden vorher in normalen Küchen vorbereitet und in Vorratsbehältern den Robotern zum Portionieren bereitgestellt. Solange Vorrat da ist, kochen Roboter ohne Pause. Ein Lunch-Roboter von Aitme kann bis zu 120 Gerichte pro Stunde schaffen - und das bei einer Auswahl von bis zu acht Speisen.
Roboter bald so selbstverständlich wie eine Kaffeemaschine?
Die Firmengründer von Aitme in Berlin, Emanuel Pallua und Julian Stoß, sagten dem “Focus“ (8/2022) sie hofften, dass ihr Robo-Koch bald so selbstverständlich sein werde wie eine Kaffeemaschine. Ihre rund neun Quadratmeter große Anlage brauche nur einen Strom- und einen Wasseranschluss. Eine Abzugshaube sei nicht nötig. Die Anlage erscheine wie ein Kühlschrank, der kochen könne, meinte Stoß. Gesteuert und überwacht werde sie über die Cloud.
Die Roboter kommen zur richtigen Zeit. Seit Jahren wird die Kochausbildung durch anstrengende Arbeitszeiten immer unbeliebter. 80 Prozent der Hotels und Gaststätten beklagen laut Dehoga derzeit einen schmerzhaften Personalmangel. Auswärts essen wird hingegen immer beliebter. Ein Trend, der die Gastronomie derzeit zunehmend auf Fertigprodukte zurückgreifen lässt.
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