BMAS ruft Rat der Arbeitswelt ins Leben

Der neu gegründete "Rat der Arbeitswelt" besteht aus Mitgliedern aus dem Management, aus der Wissenschaft und der Arbeitnehmervertretung. Er wurde vom BMAS ins Leben gerufen und soll die Politik, Unternehmen und die Öffentlichkeit zu Entwicklungen in der Arbeitswelt beraten.

Geht es nach Arbeitsminister Hubertus Heil, soll der "Rat der Arbeitswelt" künftig Politik, Unternehmen und die breite Öffentlichkeit zum Wandel der Arbeitswelt informieren und beraten. Am Mittwoch, 21. Januar 2020, stellten der Minister und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das neue Gremium und seine elf Mitglieder vor, darunter Vertreter aus der Wirtschaft, Wissenschaft sowie aus Gewerkschaften und Betriebsräten.

Ziel: Ein jährlicher Bericht zu Herausforderungen in der Arbeitswelt

"Viele drängende Aufgaben stehen auf der Agenda für die Zukunft der Arbeitswelt: Diversity ist eine davon, die zunehmende Digitalisierung und die Suche nach Antworten auf den demografischen Wandel sind weitere," sagt Janina Kugel, Mitglied des Gremiums und noch bis Februar Personalvorständin von Siemens.

Die Aufgabe des Rates ist laut Pressemitteilung, solche Veränderungen und damit einhergehende Herausforderungen in der Arbeitswelt zu analysieren, darzustellen und Handlungsempfehlungen zu geben. Die Erkenntnisse sollen sowohl für die wirtschaftliche und betriebliche Praxis als auch für die Politik nutzbar sein. Dieser Aufgabe soll der Rat ab sofort nachkommen, Informationen online zur Verfügung stellen und mit einem jährlich erscheinenden Bericht zur Arbeitswelt belegen. "Mit dem Arbeitsweltbericht möchten wir einen umfassenden Status Quo entwickeln, aus dem wir konkrete Maßnahmen auf Basis von Forschungsergebnissen und Praxiserfahrung schlüssig ableiten," meint Kugel. Bundesminister Heil verspricht sich dadurch "fundierte Impulse für Öffentlichkeit, Politik und betriebliche Praxis".

Die Mitglieder des Rats der Arbeitswelt

Neben Janina Kugel ist auch die ehemalige Arbeitsdirektorin der Lufthansa, Bettina Volkens, auf Vorschlag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Mitglied im Rat. Beide gehörten für das Personalmagazin zu den "40 führenden HR-Köpfen 2019". Weitere Vertreter von Arbeitgeber- und Unternehmerseite sind der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Team AG, Iwer Jensen, sowie der ehemalige Präsident der Handwerkskammer Berlin und Geschäftsführende Gesellschafter des Familienunternehmens Gebäudereinigung GRG Services, Stephan Schwarz.

Wissenschaft und Forschung sind im Rat vertreten durch Uschi Backes-Gellner, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich, Sabine Pfeiffer, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt auf Technik und Arbeit an der Universität Erlangen-Nürnberg, und Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Frank Bsirske, ehemaliger Vorsitzender von Verdi, Sinischa Horvart, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF, sowie Matthias Möreke, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des VW-Werks Braunschweig, vertreten gewerkschafts- und betriebsratsnahe Posititonen. Für das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz sitzt Isabel Rothe, die Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, im Rat.

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