Studienaufruf

Wo liegen die Herausforderungen für Ausbildungsbetriebe?


Studie Azubi-Recruiting-Trends 2026: Jetzt teilnehmen

Fachkräfte mit Ausbildung bleiben die am stärksten gesuchte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt. Aber die duale Berufsausbildung gestaltet sich herausfordernd, angefangen bei Ausbildungsabbrüchen bis hin zum erforderlichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Wie Arbeitgeber damit umgehen und worauf Azubis Wert legen, ermittelt eine Studie.

Der Personalbedarf in Deutschland ist weiterhin rückläufig. Dennoch bleibt der Fachkräftemangel hoch, insbesondere im Mittelstand. Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten sind besonders häufig dann erfolglos, wenn sie Beschäftigte mit dualer Berufsausbildung suchen (57 Prozent). Dieser Anteil ist im Vergleich zu anderen Qualifikationen sogar leicht angestiegen, zeigt der Fachkräftereport der Deutschen Industrie- und Handelskammern 2025/26.

Wie viel KI benötigt die duale Ausbildung?

Die duale Berufsausbildung nimmt weiterhin eine Schlüsselfunktion für die dauerhafte Versorgung mit Talenten ein – und bleibt zugleich eine Herausforderung für die Betriebe. Ausbildungsverantwortliche haben es mit Ausbildungsabbrüchen, fordernden Schulen, dem Druck der Fachbereiche, dem zunehmenden Einsatz von Künsticher Intelligenz (KI) und einem sich ändernden Medienverhalten von Azubi-Bewerberinnen und -Bewerbern zu tun.

Social-Media-Konsum und psychische Gesundheit von Azubis

Was sind aktuell die größten Hürden für die duale Ausbildung? Worauf legen die Auszubildenden von heute wirklich Wert? Was müssen Betriebe tun, um die Köpfe und Herzen der Fachkräfte von morgen zu erreichen? Welche strukturellen Anpassungen sind nötig?

Die Studie Azubi-Recruiting-Trends nimmt in diesem Jahr wieder große Fragen der dualen Ausbildung in den Blick – von der psychischen Gesundheit über den Social-Media-Konsum bis zur Ausbildungsplatzsuche per KI. Darüber hinaus wird wie in den Vorjahren den Trends aus Azubi-Marketing und Recruiting nachgespürt.

Weniger Ausbildungsangebote als früher

Eines der Studienergebnisse aus dem Vorjahr: Nur noch knapp 42 Prozent der Azubi-Bewerberinnen und -Bewerber erhielten 2025 mehrere Ausbildungsangebote. Das waren so wenige wie zuletzt 2014. Gleichzeitig bekamen rund 60 Prozent der Befragten schon einmal keine Antwort auf ihre Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt wird also wieder schwieriger für angehende Azubis. Auch während der Ausbildung ist für die Azubis nicht alles rosig: Feedback gibt es nur selten. Lediglich 27 Prozent der Befragten gaben 2025 an, dass sie zumindest monatlich oder wöchentlich qualifizierte Rückmeldungen ihrer Ausbildungsverantwortlichen erhalten.

Studie Azubi-Recruiting-Trends: Laufzeit bis Ende März

Mit über zehn Jahren Kontinuität und bislang mehr als 67.000 Teilnehmenden stellt die Studie Azubi-Recruiting-Trends Deutschlands größte doppelperspektivische Untersuchung zum Stand der dualen Ausbildung dar. Befragt werden sowohl Schülerinnen und Schüler, Azubis und dual Studierende als auch Ausbildungsverantwortliche. Ein Großteil der in der Untersuchung gestellten Fragen ist jedes Jahr neu. Einige Themen werden regelmäßig wiederholt, um Entwicklungen aufzuzeigen.

Die Studie wird wie in den Vorjahren wissenschaftlich begleitet von Professor Christoph Beck von der Hochschule Koblenz. Studienpartner ist Aubi-Plus. Die Online-Umfrage läuft bis Ende März. Ab Juni werden die Ergebnisse veröffentlicht.

Ausbildungsverantwortliche können sich hier an der Umfrage beteiligen.