Das sind die beliebtesten New-Work-Initiativen
Nicht Elphi-Bühne, sondern Bildschirm hieß es bei der Preisverleihung des New Work Awards 2020. Die New Work SE schaltete am Freitag, 13. November, die frischgebackenen Preisträger aus ihren Homeoffice-Büros zu und zeichnete die Glückwünsche auf. Nur beim Hochladen des Videos hakte es – nicht am gleichen Nachmittag, sondern erst im Lauf des Wochenendes standen die bewegten Bilder zur Verfügung.
New Work Award: Online-Community stimmt per Voting ab
Zum siebten Mal kürte das Unternehmen New-Work-Initiativen, die eine elfköpfige Jury ausgewählt hatte und für die Online-Community zur Wahl standen. Mit 360 Einreichungen und 32.000 abgegebenen Stimmen erreichte die Auszeichnung neue Rekordergebnisse. Neu waren die fünf Preis-Kategorien: New Work Enabler, New Work Explorer, New Work Pioneer, New Work Alumni und der Jury-Preis New Work Crisis Hero.
"Mein Grundeinkommen" als New Work Enabler ausgezeichnet
Mein Grundeinkommen, 2014 als Experiment von Michael Bohmeyer gestartet, landete in der Kategorie "New Work Enabler für Produkte und Dienstleistungen" auf dem Siegertreppchen ganz oben. Die Organisation, die 32 Mitarbeitende betreiben, sammelt via Crowdfunding Spenden, die als sogenanntes bedingungsloses Grundeinkommen à 1.000 Euro monatlich für ein Jahr verlost werden. Die Definition von Arbeit nicht mehr über Existenzangst, sondern über Selbstentfaltung ermöglichen – das hat sich Mein Grundeinkommen zum Ziel gesetzt. Auch nach innen kommen Prinzipien von New Work zum Tragen: Mein Grundeinkommen hat Holacracy als Organisationsprinzip eingeführt.
Vaude Sport punktet mit Vertrauenskultur als New Work Explorer
Um Europas nachhaltigster Outdoorausrüster zu werden, setzt Vaude auf eine Vertrauenskultur als Fundament für neue Formen des Arbeitens. Schulungen zu Selbstwirksamkeit und ein interaktives Ideenmanagement mit dezentralen Ideen-Scouts gehören zu diesem Ansatz. Führungskräfte haben zudem gemeinsam mit den Mitarbeitenden Regeln erarbeitet, um die Vertrauenskultur greifbar zu machen und eine Sprache dafür zu finden. Mit einer Haltung des Miteinanders und einem positiven Menschenbild punktete Vaude in der Kategorie für Vorreiterunternehmen.
New-Work-Pioniere sind Zarah Bruhn, Anika Buche und Stefan Janßen
In der Kategorie "New Work Pioneer" (ehemals "New Worker des Jahres") standen drei Einzelpersonen im Rampenlicht: Zarah Bruhn organisiert mit ihrem Start-up Social-Bee durch gemeinnützige Non-Profit-Zeitarbeit Geflüchteten – insbesondere den Geringqualifizierten – die Chance auf eine Festanstellung. Die Lehrerin Anika Buche engagiert sich mit der Initiative Edu-sene dafür, Schulen bei der digitalen Entwicklung zu helfen und Ideen digitaler Bildungsgestalter zu bündeln. Mit Stefan Janßen ist auch ein Vertreter des Handwerks unter den Gewinnern. Der ehemalige Geschäftsführer bietet mit dem Projekt "Baustelle Zukunft" Förder- und Ablaufberatung und Fortbildungsmöglichkeiten.
New Work Alumni: Sidepreneur.de gewinnt erneut
In der Kategorie New Work Alumni konnten Vorjahressieger antreten. Peter-Georg Lutsch, Mitgründer der Plattform Sidepreneur.de, nutzte die Chance und hatte die Nase vorn: Seine Plattform vernetzt nebenberufliche Gründer, Unternehmer und Selbstständige im deutschsprachigen Raum und verschafft ihnen mehr Sichtbarkeit.
Verena Pausder gewinnt Sonderpreis mit Website für Homeschooling
Zudem hatte die New Work SE 2020 den Jury-Sonderpreis "New Work Crisis Hero" ausgelobt. Er ging an die bekannte Unternehmerin Verena Pausder für homeschooling-corona.com. Sie rief die Website mit digitalen Bildungsangeboten für Eltern ins Leben und stellt auf der Non-Profit-Plattform Programme, Tools und Tipps für das Lernen zu Hause vor. Die digitalen Bildungsangebote richten sich auch an Lehrkräfte, Erzieher sowie Schüler, die in der Corona-Krise Unterstützung und Anregungen für den Unterricht und die Freizeitgestaltung daheim suchen.
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