Manifest für eine "Arbeitswelt nach Corona"
Unter dem Titel "Brave New Work: Ein Manifest für die Arbeitswelt von morgen" beschäftigt sich Kienbaum gemeinsam mit HR- und Management-Experten mit der Frage, was sich in der Wissensarbeit ändern muss, um diese besser zugunsten der Menschen zu gestalten. Mit einer Welt wie der Schriftsteller Aldous Huxley sie in seinem dystopischen Roman "Brave New World" (deutsch: Schöne neue Welt) zeichnet - und an den die Namensgebung des Manifests erinnert -, hat die Erklärung indes nichts gemein. Vielmehr widmen sich die Initiatoren Fabian Kienbaum, Chief Empowerment Officer bei Kienbaum, und Henning Böhne, Managing Director bei Kienbaum, der Zukunft von New Work, des Büros, der Diversity sowie der Transformation und Führung in Unternehmen.
Trendthemen rücken durch Corona in den Fokus
"Wir können jetzt den New-Work-Gedanken neu formen und Arbeit, so wie sie sein sollte, mutig neu leben und aus dem gemachten Erfahrungen lernen", heißt es im Vorwort des Manifests. Dazu ist es Kienbaum zufolge notwendig, sich den zentralen vier Handlungsfeldern einer Arbeitswelt nach einer globalen Pandemie zu stellen: (1) New Ways of Working, (2) Transformation und Führung, (3) Purpose und (4) Diversity. Neu sind diese Themen allerings nicht. Es sind die Dauerbrenner der Management-Debatte der letzten Jahre (siehe Personalmagazin 06/2019 mit dem Schwerpunkt "Purpose" oder Personalmagazin 09/2018 mit Schwerpunkt "New Work"), die durch die Entwicklungen in den vergangenen Monaten stärker in den Blickpunkt gerückt sind.
Die wichtigsten Debatten der HR-Community in Kürze
Das Manifest spitzt diese Themen zu, indem es HR-Expertinnen und -Experten dazu befragt: etwa ob New Work eigentlich schon wieder alt sei? Oder wie viel Home unser Office verträgt? Die Antworten darauf fassen zusammen, was in der HR-Community, auf virtuellen Events und in den sozialen Netzwerken bereits eifrig diskutiert wurde und wird. Corona habe die Transformation deutlich beschleunigt, aber wir kennen die Nebenwirkungen noch nicht, wird etwa Frank Dopheide, Gründer von Human Unlimited, zitiert. Oder Angelika Kambeck, Personalchefin bei Klöckner & Co, die sagt: "Um verkrustete Kommunikationsstrukturen aufzubrechen, helfen Tools und Netzwerke, in denen sich alle angstfrei äußern können".
Das "Manifest für die Arbeitswelt von morgen" bekräftigt somit im Kern die Werte und Forderungen von New Work und verknüpft diese mit praktischen Umsetzungsfragen im Kontext der Pandemie, an deren Beantwortung viele Unternehmen derzeit arbeiten dürften.
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