Dax-Gehälter steigen – unabhängig vom Erfolg
Die Vorstände der Dax-Unternehmen verdienten im Jahr 2013 durchschnittlich 3,325 Millionen Euro. Damit wuchs ihre Vergütung im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. 2012 hatte die Steigerung noch 2,5 Prozent Prozent betragen.
"Dieser Anstieg ist zwar vergleichsweise moderat, allerdings geht damit die Schere zwischen den normalen Arbeitseinkommen und den Vorstandsgehältern wieder weiter auf", sagte Professor Gunther Friedl vom Lehrstuhl für Controlling der TUM. Denn die Nominallöhne wuchsen im gleichen Zeitraum nur um 1,4 Prozent. Ein Dax-Vorstand verdiente damit im Schnitt das 53-Fache des Durchschnittsgehalts eines Dax-Angestellten.
"Gehälter offenbar weniger leistungsorientiert als unterstellt"
Die variable Vergütung der Dax-Vorstände, die sich stark an der Gewinnentwicklung orientiert, stieg um 1,1 Prozent, obwohl die Gewinne der Unternehmen um Sondereffekte bereinigt um zwei Prozent schrumpften. Noch stärker wuchsen die fixen Bestandteile der Gehälter, nämlich um 7,2 Prozent.
"Damit setzt sich ein bedenklicher Trend fort", sagte Friedl. "Die Vorstandsgehälter bleiben auch dann auf einem sehr hohen Niveau, wenn die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen das eigentlich nicht rechtfertigen kann. Offenbar ist die Höhe der Vorstandsgehälter weniger leistungsorientiert als vielfach unterstellt." Allerdings erhöhten sich auch diejenigen Vergütungen, die sich an der langfristigen Entwicklung des Aktienkurses orientieren und so Anreize für nachhaltiges Wirtschaften setzen sollen (5,6 Prozent).
VW-Chef Winterkorn verdiente am meisten
Am meisten verdienten die Vorstände der Volkswagen AG mit durchschnittlich 7,12 Millionen Euro. Ihr Chef Martin Winterkorn ist mit 15 Millionen Euro wie in den drei vergangenen Jahren der Spitzenverdiener unter den Vorstandsvorsitzenden. Mit großem Abstand folgen Jim Hageman Snabe und Bill McDermott von SAP mit 8,97 beziehungsweise 8,60 Millionen Euro sowie Daimler-Chef Dieter Zetsche mit 8,40 Millionen Euro. Im Schnitt erhielten die Vorstandsvorsitzenden 5,134 Millionen Euro.
Im internationalen Vergleich liegt die Vergütung der Vorstandsvorsitzenden auf einem hohen Niveau. Die deutschen Unternehmenslenker verdienten im Schnitt mehr als die Chefs der im französischen CAC-40 gelisteten Firmen (3,540 Millionen Euro) und nur geringfügig weniger als diejenigen im schweizerischen SMI (5,846 Millionen Euro).
Personalvorstände verdienen im Schnitt weniger
Eine weitere Analyse der HKP-Gruppe für das Personalmagazin zeigt, dass Personalvorstände im Schnitt weniger als ihre Vorstandskollegen verdienen. Und auch unter den HR-Vorständen variieren die Gehälter stark. Allerdings sind explizite Personalvorstände auch weiterhin die Ausnahme. Die Ergebnisse dieser Auswertung können Sie im Personalmagazin, Ausgabe 07/2014 nachlesen.
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
329
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
299
-
Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand
270
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
249
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
184
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
130
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
120
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
117
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1118
-
Mitarbeiterfluktuation managen
954
-
Der Agenda-Stresstest
07.08.2026
-
Jeder Dritte glaubt nicht mehr ans Leistungsprinzip
06.08.2026
-
Jüngere Bewerber werden bevorzugt – trotz fehlender Qualifikation
05.08.2026
-
Die Savanne lebt – in der Art, wie wir Führung beurteilen
05.08.2026
-
ZP Europe 2026: Praxisimpulse, die HR wirklich weiterbringen
03.08.2026
-
Warum künstliche Schönheit in der Personalauswahl nach hinten losgeht
03.08.2026
-
Der Entscheidungskompass
31.07.2026
-
Frauenanteil in Vorständen sinkt
30.07.2026
-
Krisenmanagement bei Auslandseinsätzen
28.07.2026
-
Warum die Stimme der Mitarbeitenden entscheidend für den Unternehmenserfolg ist
27.07.2026