MBA: Entrepreneurship-Ranking von Poets & Quants

Das Online-Portal Poets & Quants hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsmagazin Inc. das unternehmerische Klima von Vollzeit-MBA-Programmen an 50 Business Schools weltweit untersucht. Wie 2019 führt die Olin Business School an der Washington University in St. Louis das Ranking an. 

Viele erfolgreiche Gründer haben nie eine Business School betreten. Doch Gründertum sei lernbar, schlussfolgert das MBA-Portal Poets & Quants (P&Q) auf Grundlage der neusten Untersuchung "The Best MBA Programs For Entrepreneurship & Innovation".

MBA: Messgrößen des Entrepreneurship-Rankings

Dafür legte P&Q zehn Messgrößen an. Das größte Gewicht liegt auf der durchschnittlichen Anzahl von Unternehmen, die Vollzeit-MBA-Absolventen unmittelbar nach ihrem Abschluss gründen, und auf dem Prozentsatz der Vollzeit-MBA-Wahlkurse, die sich ausschließlich auf Unternehmertum und Innovation konzentrieren. Beide Aspekte machen jeweils 20 Prozentpunkte aus. Weitere Kriterien für die Platzierung hängen mit den Ressourcen zusammen, die die Business Schools in Entrepreneurship stecken. Eine Rolle spielen unter anderem der für MBAs verfügbare Accelerator Space auf dem Campus, die Höhe der den Studierenden zur Verfügung stehenden Prämien für Start-up-Wettbewerbe und die Anzahl der vor Ort ansässigen Unternehmer.

Fast 20 Prozent der MBA-Absolventen an der Washington University haben sich dafür entschieden, unmittelbar nach ihrem Abschluss Start-ups zu gründen – mehr als an jeder anderen Schule.


US-Top-Schulen dominieren das Ranking von Poets & Quants

Neben Spitzenreiter Washington University belegt das Babson College Platz zwei, gefolgt von der Ross School of Business der University of Michigan – beide sind im Vergleich zu 2019 einen Platz vorgerückt. Die Stanford Graduate School of Business landet auf Platz vier und die Harvard Business School komplettiert die Top fünf. Unter den Top 50 dominieren die USA mit 42 Schulen – 16 schaffen es sogar unter die ersten 20 Plätze. Deutsche Business Schools sind überhaupt nicht vertreten. 

Viele MBA-Absolventen gründen Start-ups

Zwischen 2017 und 2019 haben sich 19,7 Prozent der MBA-Absolventen an der Washington University dafür entschieden, unmittelbar nach ihrem Abschluss Start-ups zu gründen – mehr als an jeder anderen Schule. An der China Europe International Business School (CEIBS) in Shanghai konzentrierte sich fast die Hälfte (47 Prozent) der Wahlkurse im akademischen Jahr 2019 bis 2020 auf Unternehmertum und Innovation. Und solche Schulen wie die Booth School of Business der University of Chicago und die Jones Graduate School of Business der Rice University haben jedes Jahr mindestens eine Million Dollar an Start-up-Wettbewerbsgeldern für angehende MBA-Unternehmer zur Verfügung gestellt.

Entrepreneurship-Ranking: Transparentes Verfahren

Statt absoluter Zahlen verwendeten die Ranking-Macher Prozentsätze und Verhältnisse, um der Größe der einzelnen Programme gerecht zu werden. Nachdem P&Q in der Vorgängerstudie 27 Schulen untersuchte, sind 2020 die Bewertungen von 50 Business Schools weltweit eingeflossen. Neben dem Ranking veröffentlichte P&Q die genaue Funktionsweise der Methodik und alle zur Berechnung des Rankings gesammelten Daten.


Zum gesamten P&Q-Entrepreneurship-Ranking 2021 gelangen Sie hier.


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