MBA: Entrepreneurship-Ranking von Poets & Quants

Das Online-Portal Poets & Quants hat das unternehmerische Klima von Vollzeit-MBA-Programmen an 38 Business Schools weltweit untersucht. Zum dritten Mal in Folge führt die Olin Business School an der Washington University in St. Louis das Ranking an. Auch zwei spanische Schulen schaffen es unter die Top 5.

Wie gut gelingt es, Studierende zu befähigen, unternehmerische Grundlagen und Denkweisen zu entwickeln und den Weg ins Unternehmertum zu finden? Darum geht es im Entrepreneurship-Ranking des Online-Portals Poets & Quants (P&Q). Die besten fünf Schulen kommen aus den USA und Spanien. Überhaupt dominieren die US-Schulen das Feld.

MBA: Messgrößen des Entrepreneurship-Rankings

Für das Ranking 2022 veränderte das Online-Portal P&Q seine Methodik. Statt zehn wurden jetzt 16 metrische Größen einbezogen. Das größte Gewicht liegt weiter auf der durchschnittlichen Anzahl von Unternehmen, die Vollzeit-MBA-Absolventen unmittelbar nach ihrem Abschluss gründen, und auf dem Prozentsatz der Vollzeit-MBA-Wahlkurse, die sich ausschließlich auf Unternehmertum und Innovation konzentrieren. Allerdings machen beide Aspekte nicht mehr je 20 Prozentpunkte, sondern nur noch 15 Prozentpunkte aus. Zu den neuen Kategorien zählt etwa: die Zahl derjenigen Absolventen, die unmittelbar nach ihrem Abschluss zwischen 2017 und 2020 eine Stelle in einem Start-up antraten. Auch die Anzahl an Mentorinnen und Mentoren sowie die Summe der Mentoring-Termine rechnet das Online-Portal neuerdings mit ein. 

US-Top-Schulen dominieren das Ranking von Poets & Quants

Nicht nur der Spitzenreiter Washington University hält seinen Platz. Auch das Babson College behauptet Platz zwei, gefolgt vom großen Aufsteiger, der Rice University, die zwölf Plätze nach oben klettert. Dahinter tauchen zwei spanische Schulen auf, die jeweils drei Ränge gut machen: Auf Platz 4 steht die in Barcelona ansässige Esade, auf Platz 5 die IE Business School in Madrid. Die Harvard Business School, die University of Michigan (Ross) und Stanford belegen die nächsten Ränge, bis auf Rang 9 die erste Schule außerhalb den USA und Spanien auftaucht: die City University of London (Bayes). Deutsche Business Schools sind nicht vertreten. 

Washington und Esade führend im Start-up-Bereich

Für den Start-up-Bereich wurden spezifische Daten erhoben. Dazu gehört etwa der Anteil derjenigen Studierenden, die während oder nach ihrem Abschluss ein Start-up gründeten (Jahrgänge 2017 bis einschließlich 2020). Beim Gesamtspitzenreiter Washington trifft das auf jeden fünften MBA-Studierenden drei Monate nach Abschluss zu. Damit führt Washington diese Kategorie an. Die Ross School of Business der University of Michigan erreicht hier 18,5 Prozent, die Stanford Graduate School of Business 16,4 Prozent. Die Washington University brachte auch den höchsten Prozentsatz derjenigen MBAs hervor, die im vergangenen Jahr an einem Start-up beteiligt waren. Insgesamt entscheidet die Washington University damit zwei Kategorien für sich. Die Esade wiederum stellt mit 21,5 Prozent den höchsten Prozentsatz an Absolventinnen und Absolventen (Jahrgang 2017 bis 2020), die in Start-ups einstiegen.

Esade in drei Kategorien ganz vorne

Während die Washington University zwei Kategorien "gewinnt", kommt die Esade auf insgesamt drei. Denn neben der Kategorie "Start-up-Einsteiger" bringt die Esade auch den höchsten Prozentsatz sowohl an MBAs hervor, die 2020 bis 2021 mindestens einen Entrepreneur-Wahlkurs besuchten (97 Prozent) als auch an Dozierenden, die mindestens einen solchen lehrten. Ebenfalls zwei Kategorien führt die Rutgers Business School an: das Verhältnis von Inkubatoren zu MBAs und das Verhältnis von ansässigen Unternehmern zu MBA-Studierenden. Im Bereich MBA-Wahlfächer mit Fokus auf Unternehmertum und Innovation steht die Harvard-Business School mit 49,7 Prozent ganz oben.


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