Arbeitgeber in der EU sparen bei der Weiterbildung
In der Umfrage gaben 86 Prozent der Befragten an, für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter im vergangenen Jahr gleich viel oder deutlich weniger ausgegeben zu haben. Grund ist die schwierige wirtschaftliche Lage infolge der Euro-Krise. Lediglich in Deutschland wollen Arbeitgeber die Ausgaben für Aus- und Fortbildung erhöhen.
Ergebnisse sind widersprüchlich
Obwohl die Arbeitslosigkeit in Europa hoch ist, berichteten 43 Prozent der Befragten von Problemen, offene Stellen mit passenden Bewerbern besetzen zu können. Gleichzeitig sagten 72 Prozent, dass Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in diesem Bereich mehr investieren müssen. Allerdings erklärten lediglich 18 Prozent der Führungskräfte, in den nächsten zwölf Monaten selbst mehr Geld für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in die Hand nehmen zu wollen.
Deutschland investiert gegen den Trend
Ausnahme sind die Arbeitgeber in Deutschland. Diese investieren deutlich mehr in die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter als ihre Wettbewerber im Rest Europas. Nach Auskunft der befragten Führungskräfte hierzulande, planen 27 Prozent ihre Ausgaben für Aus- und Fortbildung in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen.
Europäischer Arbeitsmarkt funktioniert nicht
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, welche Barrieren bestehen, die ein effizientes Matching von Fachpersonal und freien Stellen verhindern. So antworteten 48 Prozent der Manager, dass sie das Angebot an Fachkräften auf dem heimischen Arbeitsmarkt sehr stark oder in erheblichem Umfang in Anspruch nehmen. Gefragt, ob sie das auch in anderen europäischen Ländern tun, fiel diese Zahl auf 28 Prozent.
Hinzu kommt, dass viele Arbeitgeber die derzeit 23 Millionen Arbeitslosen in der EU zu sehr als homogene Gruppe sehen. Die besonderen Erfahrungen und Kompetenzen von Älteren, Frauen oder Jugendlichen werden dadurch zu wenig erkannt. So waren 67 Prozent der befragten Entscheider der Meinung, dass Arbeitgeber die Fähigkeiten von älteren Arbeitnehmern unterschätzen.
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
653
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
616
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
341
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
329
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
296
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
277
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
266
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
202
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1874
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1778
-
Die richtigen Skills mobilisieren
04.12.2025
-
Personalabbau wegen Mindestlohnerhöhung
03.12.2025
-
Wie People Analytics echte Wirkung entfaltet
02.12.2025
-
Zeitfresser bAV: Wie HR-Teams unbemerkt in die Haftung rutschen
01.12.2025
-
Betriebliche Altersvorsorge im Reformmodus
01.12.2025
-
Wirtschaftskrise drückt Inklusion in deutschen Unternehmen
28.11.2025
-
MINT-Fachkräftemangel bleibt trotz Wirtschaftskrise hoch
27.11.2025
-
Tipp der Woche: Impulse für die "Arbeit an der Zukunft"
27.11.2025
-
Arbeitsplatzkultur und wirtschaftlicher Erfolg
26.11.2025
-
Wie HR-Arbeit zum strategischen Akteur im Unternehmen wird
26.11.2025