Niederlande / 1.7 Grenzgänger

Das DBA enthält keine Sonderregelung für Grenzgänger. Grenzgänger sind Arbeitnehmer, die in dem einen Staat in der Nähe der Grenze ihren Wohnsitz und in dem anderen Staat in der Nähe der Grenze ihren Arbeitsort haben und die täglich von ihrem Arbeitsort an ihren Wohnsitz zurückkehren.[1]

Hat der Grenzgänger seinen Wohnsitz in Deutschland und übt seine Tätigkeit an jedem Arbeitstag in den Niederlanden aus, erfüllt er damit regelmäßig die 183-Tage-Frist. Auch kann er in den Niederlanden für einen dortigen Arbeitgeber oder eine dortige Betriebsstätte des Arbeitgebers tätig sein. Liegen die Voraussetzungen vor, wird der Arbeitslohn somit im Tätigkeitsstaat Niederlande besteuert und im Wohnsitzstaat Deutschland steuerfrei gestellt.[2] Andernfalls wird der Arbeitslohn nur in Deutschland besteuert.[3]

 
Achtung

Auswirkungen der Corona-Pandemie (Sonderregelung zum Homeoffice)

Für Grenzgänger, die aufgrund der Empfehlung der Gesundheitsbehörden nun vermehrt im Homeoffice arbeiten, können sich steuerliche Folgen ergeben. Nämlich dann, wenn nach den Regelungen des DBA der beiden Staaten das Überschreiten einer bestimmten Anzahl an Tagen, an denen der eigentliche Tätigkeitsstaat nicht aufgesucht wird, zu einem teilweisen Wechsel des Besteuerungsrechts führt.

Bitte beachten Sie, dass dieses Lexikonstichwort die normalen Regelungen enthält. Weitere Informationen zu aktuellen Sonderregelungen für Grenzgänger enthält der Beitrag Corona-Pandemie: Lohnsteuerrechtliche Auswirkungen.

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