Mitarbeiterkapitalbeteiligung
  
Begriff

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt Teile seines betrieblichen Vermögens (Aktien, Wertpapiere, Anleihen etc.), stellt diese Sachzuwendung grundsätzlich einen geldwerten Vorteil dar.

Zur Förderung solcher Vermögensbeteiligungen gilt pro Arbeitnehmer ein jährlicher Freibetrag von 360 EUR. Voraussetzung ist, dass die Beteiligung allen Arbeitnehmern offensteht, die im Zeitpunkt der Bekanntgabe des Angebots ein Jahr oder länger ununterbrochen in einem gegenwärtigen Dienstverhältnis zum Unternehmen stehen.

Es ist nicht notwendig, dass die Vermögensbeteiligung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt wird. Damit bietet der Gesetzgeber Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Möglichkeit, die Vermögensbeteiligung auch als Instrument der Entgeltumwandlung einzusetzen. Typischerweise bietet sich hier die Umwandlung von sonstigen Bezügen bzw. einmalig gezahltem Arbeitsentgelt an.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Zur Steuerfreiheit s. § 3 Nr. 39 EStG. Eine Auflistung steuerbegünstigter Beteiligungsformen findet sich in § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a, b und d- l und Abs. 2-5. VermBG.

Sozialversicherung: Die Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung ergibt sich auf der Grundlage der Lohnsteuerfreiheit aus § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV.

 
Kurzübersicht
 
Entgelt LSt SV
Beteiligungen am eigenen Unternehmen bis 360 EUR frei frei

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