Der Arbeitgeber kann für beruflich veranlasste Umzüge eine steuerfreie Pauschvergütung für sonstige Umzugsauslagen an seine Mitarbeiter zahlen. Hier finden Sie die aktuellen Pauschalen für 2018 und 2019. Teilweise gelten die Pauschalen bereits rückwirkend ab März 2018.

Liegt ein beruflich veranlasster Umzug vor, so kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Umzugskosten in Höhe des Betrags steuerfrei ersetzen, der nach dem Bundesumzugskostenrecht als höchstmögliche Umzugskostenvergütung gezahlt werden könnte.

Für sonstige Umzugsauslagen wird dabei eine Pauschvergütung gewährt, die in § 10 des Bundesumzugskostengesetzes (BUKG) geregelt ist. Voraussetzung für die Gewährung dieser Pauschvergütung für sonstige Umzugsauslagen ist, dass vor dem Umzug eine Wohnung im Sinne des Umzugskostengesetzes vorhanden war und auch nach dem Umzug wieder eingerichtet wird.

Umzugskostenpauschale rückwirkend erhöht

Nach dem neuen Verwaltungserlass gelten aktuell und für die nächsten Jahre folgende Pauschalen für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Absatz 1 BUKG:

- für Verheiratete bei Beendigung des Umzugs

  • 1.573 Euro ab 1. März 2018;
  • 1.622 Euro ab 1. April 2019;
  • 1.639 Euro ab 1. März 2020.

für Ledige bei Beendigung des Umzugs

  • 787 Euro ab 1. März 2018;
  • 811 Euro ab 1. April 2019;
  • 820 Euro ab 1. März 2020.

Der Pauschbetrag erhöht sich für Kinder und andere Personen, die zur häuslichen Gemeinschaft gehören. Zu den "anderen" Personen in diesem Sinne gehören unter anderem Verwandte, Verschwägerte und Hausangestellte, nicht aber der Ehegatte. 

Diese Pauschale beträgt:

  • 347 Euro ab 1. März 2018;
  • 357 Euro ab 1. April 2019;
  • 361 Euro ab 1. März 2020.

Umzugskostenpauschalen: Bisheriger Erlass wird aufgehoben

Der bisherige Erlass des Bundesfinanzministeriums vom 16. Oktober 2016, Aktenzeichen IV C 5 - S 2353/16/10005 gilt nur noch für Umzüge bis einschließlich Februar 2018.

Quelle: Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 21. September 2018, Aktenzeichen IV C 5-S 2353/16/10005.

Schlagworte zum Thema:  Umzugskosten, Doppelte Haushaltsführung