Luftfahrtbundesamt stockt Stellen auf
In diesem Jahr seien bislang etwa 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt worden, sagte Behördensprecherin Cornelia Cramer in Braunschweig.
Noch weitere Stellen zu besetzen
Das LBA suche weiterhin Piloten, Ingenieure, Flugmediziner und Verwaltungspersonal, sagte Cramer. Derzeit seien 800 Stellen besetzt, 1.052 sollen es nach bisheriger Planung insgesamt werden. Hintergrund sind die Anforderungen von europäischer Ebene an die Personalausstattung der nationalen Luftfahrtbehörden.
Fliegerarztverband kritisiert die personelle Ausstattung
Der Deutsche Fliegerarztverband übt schon länger Kritik an der personellen Ausstattung der deutschen Behörde. «Wir weisen seit Jahren auf Missstände beim Luftfahrbundesamt hin», sagte Vizeverbandspräsident Uwe Beiderwellen. Die fehlenden medizinischen Experten des LBA seien ein Flugsicherheitsrisiko, sagte der Fliegerarzt aus Bad Bentheim. Im europäischen Vergleich stehe Deutschland schlecht dar. Dies sehe auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) so.
Nach LBA-Angaben sind derzeit vier Ärztinnen und Ärzte im Referat Flugmedizin beschäftigt. Zwei Arzt-Dienstposten seien noch vakant, sagte Cramer. «Hier laufen aber bereits die entsprechenden Ausschreibungs- und Auswahlverfahren.» Der Fliegerarztverband mahnt die Einstellung eines Neurologen oder Psychiaters in der Behörde an. Nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine im März 2015 waren Forderungen nach regelmäßigen psychologischen Untersuchungen von Piloten laut geworden. Der psychisch kranke Co-Pilot hatte das Flugzeug absichtlich gegen eine Felswand gesteuert.
Luftfahrbundesamt an unterschiedlichen Standorten
Mehr als 500 Mitarbeiter sind in der Zentrale des Luftfahrtbundesamtes in Braunschweig beschäftigt. Dort wurde seit 2011 die Abteilung «Luftsicherheit» aufgebaut, um einen besseren Schutz vor Angriffen auf den zivilen Luftverkehr zu gewähren. LBA-Außenstellen gibt es in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Unter den Beschäftigten sind etwa 11 Prozent Piloten und 26 Prozent Ingenieure.
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