Wegen der Grundsteuerreform braucht die Steuerverwaltung mehr Personal
Hessen bereitet sich auf eine deutliche Mehrbelastung für die Steuerverwaltung im Land durch die Reform der Grundsteuer vor. «Egal wie am Ende die neue Grundsteuer im Detail aussieht: Millionen von Grundstücken und Gebäuden neu bewerten zu müssen, ist für jede Steuerverwaltung eine gewaltige Herausforderung», sagte Schäfer am 26. April in Wiesbaden. Aus diesem Grund werde bereits in diesem Jahr die Zahl der Anwärter um 100 auf 800 erhöht. Wenn die Neuberechnung der Steuer dann fällig werde, habe das Land weitere gut ausgebildete Beschäftigte in den Finanzbehörden.
Für die zukünftige Bearbeitung der Grundsteuer könne er sich auch vorstellen, diese an Standorten in ländlich gelegenen Finanzämtern zu bündeln, erklärte der Finanzminister. Das wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg, mehr Arbeitsplätze aus den Ballungszentren in die ländlichen Regionen Hessens zu verlagern.
Neuregelung der Grundsteuer bis Ende 2019
Das Bundesverfassungsgericht hatte wegen völlig veralteter Bemessungsgrundlagen eine Neuregelung der Grundsteuer bis Ende 2019 verlangt. Aktuell werden noch Grundstückswerte von 1935 in Ostdeutschland und von 1964 in Westdeutschland genutzt. Die Grundstücke sollen nun zum 1. Januar 2022 neu bewertet werden, danach alle sieben Jahre. Erstmals soll die neu berechnete Grundsteuer 2025 fällig werden. Die Grundsteuer ist mit Einnahmen von rund 14,8 Milliarden Euro pro Jahr eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Kommunen.
In der Debatte um die Neuregelung der Steuer nahm Hessens Finanzminister die Bundesregierung deutlich in die Pflicht. «Der von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegte Gesetzentwurf enthält leider nicht sämtliche Vereinfachungen, auf die wir uns im Kreis der Länder mit ihm verständigt hatten», mahnte Schäfer. «Es würde nicht nur die Grundsteuer, sondern auch den ohnehin schon quälenden Prozess der Einigung vereinfachen, wenn Absprachen eingehalten würden.» Er werde sich im weiteren Gesetzgebungsverfahren dafür einsetzen, deutlich nachzulegen, kündigte er an.
Der Finanzminister erneuerte seine Bereitschaft, einer Öffnungsklausel zuzustimmen. «Ich bin aber sehr dafür, dass wir möglichst großflächig gleiches Grundsteuerrecht in Deutschland schaffen, sollte eine einheitliche Lösung nicht mehrheitsfähig sein», mahnte der CDU-Politiker. «Ich würde daher immer versuchen, mit möglichst vielen Ländern gemeinsame Sache zu machen.» Die Öffnungsklausel soll es jedem Bundesland selbst ermöglichen zu regeln, wie die Grundsteuer genau ausgestaltet wird.
Bundesfinanzminister Scholz hatte jüngst Kompromissbereitschaft im Streit um die Neuregelung der Grundsteuer signalisiert und sich optimistisch gezeigt, dass ein Kabinettsentwurf im Mai beschlossen werden kann.
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
3.756
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.016
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
8422
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
8121
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
614
-
Entgelttabelle TV-L
445
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
368
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
334
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
334
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
322
-
Polizeikommissarin wegen Änderung des Geschlechtseintrags von Beförderung ausgeschlossen
18.05.2026
-
Warum der § 18a TVöD VKA jetzt strategisch wichtig wird
18.05.2026
-
Probezeit-Kündigung unwirksam: BAG rügt fehlerhafte Personalratsbeteiligung
13.05.2026
-
BVerwG legt EuGH Fragen zum bezahlten Vaterschaftsurlaub vor
07.05.2026
-
Polizeibeamter nach Körperverletzung im Amt aus dem Beamtenverhältnis entfernt
07.05.2026
-
Entgelttabelle TV-V
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-Hessen
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-L
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-L Sozial- und Erziehungsdienst
30.04.2026
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
30.04.2026