Extrem hohe Krankheitsausfälle bei Kita-Personal

Anstieg der Krankheitstage um 26 Prozent
Im Jahr 2023 waren die Kita-Beschäftigten im Bundesdurchschnitt an knapp 30 Tagen krankheitsbedingt arbeitsunfähig, gegenüber rund 20 Tagen bei anderen Berufsgruppen. Dabei sind die Krankheitsstage des Kita-Personals zwischen 2021 und 2023 um rund 26 Prozent angestiegen.
Die Studie stützt sich im Wesentlichen auf Daten der Krankenkasse DAK und der Techniker Krankenkasse. Zu dem klassischen Berufsfeld der Kinderbetreuung und -Erziehung zählen unter anderem auch Tagesmütter/Tagesväter, Au-pairs und Erzieherinnen und Erzieher in Heimen und Kinderdörfern.
Die Angaben werden laut Stiftung durch vorliegende Zahlen anderer Krankenkassen bestätigt.
Deutlicher Anstieg bei psychischen Erkrankungen
Dabei sind die Kita-Beschäftigten am häufigsten aufgrund von Atemwegsinfektionen krankheitsbedingt ausgefallen. Bereits an zweiter Stelle folgen Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen, welche in den letzten Jahren stark angestiegen sind - wesentlich höher als dies in anderen Berufsgruppen der Fall war. Nach Berechnungen der Bertelsmann Stiftung lagen die Ausfallzeiten in den Kitas im Jahr 2023 im bundesweiten Durchschnitt bei knapp 18 Prozent der jährlichen Arbeitszeit einer Vollzeitkraft.
Dringende Forderungen nach mehr Fachpersonal
Von verschiedenen Seiten wird deshalb an die Politik appelliert: Die Entlastung der pädagogischen Fachkräfte und das Auffangen der krankheitsbedingten Ausfallzeiten durch pädagogisch qualifiziertes Fachpersonal seien zwingend erforderlich. Nur so könne verhindert werden, dass sich aufgrund der hohen Krankheitsausfälle die Überlastung für die verbleibenden Beschäftigten zuspitze.
So erklärte Anette Stein, Expertin der Bertelsmann Stiftung für frühkindliche Bildung, dass viele Kitas in einem Teufelskreis steckten. Aufgrund der steigenden Krankenstände fielen immer mehr Fachkräfte aus, wodurch die Überlastung für die verbleibenden Beschäftigten weiter zunehme. An gute frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung sei vielerorts gar nicht mehr zu denken.
Die Stiftung forderte deshalb eine gesetzlich verankerte Finanzierung für Vertretungen durch qualifiziertes Personal für alle Ausfallzeiten. Laut Angaben der Stiftung bedarf es dafür knapp 97.000 vollzeitbeschäftigter Fachkräfte. Die Kosten belaufen sich nach Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro jährlich.
Lage in Ostdeutschland dramatischer als in Westdeutschland
Im Südwesten des Landes waren Beschäftigte im Bundesvergleich am wenigsten krankgeschrieben. In Baden-Württemberg war eine beschäftigte Person im Jahr 2023 im Schnitt 22,6 Tage krankgeschrieben, in Bayern 23,8 Tage. Dagegen kam es in Berlin pro Kopf zu durchschnittlich 37,5 krankheitsbedingten Fehltagen. Insgesamt waren die Ausfallzeiten in Ostdeutschland mit im Schnitt 34 Tagen deutlich höher als in Westdeutschland mit 29 Tagen.
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