Bundesbeauftragte stellt Definition von Rassismus für deutsche Verwaltungen vor
Die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, Reem Alabali-Radovan (SPD), hat den deutschen Verwaltungen am 11.3.2025 eine Arbeitsdefinition von Rassismus an die Hand gegeben. Die in einem von Expertinnen und Experten in einem mehr als eineinhalb Jahre dauernden Prozess formulierte Definition soll Beamtinnen und Beamten im Alltag mehr Klarheit verschaffen. Sie soll allerdings nicht verbindlich sein, sondern lediglich ein Angebot. Die Definition umfasst 13 Sätze.
«Historisch gewachsene Einteilung von Menschen»
«Rassismus basiert auf einer historisch gewachsenen Einteilung und Kategorisierung von Menschen anhand bestimmter äußerlicher Merkmale oder aufgrund einer tatsächlichen oder vermeintlichen Kultur, Abstammung, ethnischen oder nationalen Herkunft oder Religion», heißt es in der Definition. Bestimmte Merkmale würden diesen Gruppen zugeschrieben, die sie und die ihnen zugeordneten Personen als höher- oder minderwertig charakterisierten. Die als minderwertig kategorisierten Gruppen werden demnach herabgewürdigt und auf der Grundlage von negativen Stereotypen und Vorurteilen abgewertet.
Rassismus stelle gesellschaftlichen Zusammenhalt infrage
In ihren Schlussfolgerungen erklären die Expertinnen und Experten: «Menschen werden durch Rassismus stigmatisiert, benachteiligt und ausgegrenzt. Rassismus belastet und gefährdet einzelne Personen und Gruppen.» Darüber hinaus stelle Rassismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Legitimation des demokratischen Verfassungsstaats infrage. Die Definition soll laut Alabali-Radovan nutzbar sein für das Handeln der Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen und «das Bewusstsein in den Verwaltungen für alle Erscheinungsformen von Rassismus schärfen».
«Der Staat und seine Institutionen stehen hier in der Pflicht»
Die Staatsministerin mahnte: «Rassismus verletzt die Menschenwürde, grenzt aus, spaltet und ist unvereinbar mit dem Gebot der Gleichheit. Der Staat und seine Institutionen stehen hier in der Pflicht.» Alabali-Radovan führte aus: «Nur wenn wir Rassismus in allen seinen Erscheinungsformen erkennen und anerkennen, können wir ihn nachhaltig bekämpfen, das Vertrauen in staatliche Institutionen stärken und unsere wehrhafte Demokratie festigen.» Die Arbeitsdefinition des Rats biete dafür eine wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Grundlage.
Bereits im Juni 2023 hatte Alabali-Radovan den Rat von Expertinnen und Experten für Antirassismus berufen. Er setzt sich aus zwölf Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung zusammen.
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
1.4722
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
1.343
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
1.3101
-
Entgelttabelle TV-L
1.300
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.068
-
TVöD-Tarifrunde für Kommunen und den Bund 2025: Redaktionsverhandlungen abgeschlossen
553
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
520
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
504
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
480
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
451
-
Kirchenaustritt ist kein Kündigungsgrund
18.03.2026
-
Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen
18.03.2026
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
13.03.2026
-
Urlaub wird auf der Grundlage von Arbeitstagen berechnet
12.03.2026
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
10.03.20262
-
Polizeikommissarin wegen Änderung des Geschlechtseintrags von Beförderung ausgeschlossen
05.03.2026
-
Mehr Schutz für Gerichtsvollzieher: Notrufpager mit Mithörfunktion und neue Ausrüstung
26.02.2026
-
Thüringen muss AfD-Bewerber für Landesverwaltungsamt anhören
25.02.2026
-
Mehr internationale Ärztinnen und Ärzte in Deutschland: Anteil ausländischer Mediziner verdoppelt
25.02.2026
-
Rechtswidrige Abberufung einer Gleichstellungsbeauftragten
19.02.2026