Green Deal: Klimaziele der EU und ihre Folgen für Immobilien

Die Klimaschutzvorgaben in Europa werden ambitionierter. Andererseits zeichnet sich durch politische Entwicklungen eine mögliche Abschwächung bestimmter Regularien ab. Dies hätte weitreichende Konsequenzen auf die Immobilienbranche. 

Der Europäische Green Deal, vorgestellt im Jahr 2019, bildet das Fundament der EU-Klimapolitik mit dem Ziel, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Die EU strebt derzeit eine Reduktion der Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 an. Eine technische Bewertung der Kommission aus dem Jahr 2024 zeigt, dass durch vollständige Umsetzung der Fit-for-55-Maßnahmen eine Minderung von bis zu 57 Prozent erreicht werden könnte – ein formeller Beschluss steht noch aus. Für den Gebäudesektor ist eine Reduktion um 60 Prozent gegenüber 2015 vorgesehen.

Klimapolitik konkret: Der Green Deal und der deutsche Gebäudesektor

In Deutschland wurden einzelne politische Maßnahmen im Einklang mit dem Green Deal in nationales Recht überführt – etwa: das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024, das die sogenannte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei Heizungstausch festlegt. Das Klimaschutzgesetz (KSG) legt verbindliche sektorspezifische Jahresemissionsmengen für die Jah...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Immobilienwirtschaft.
Immobilienwirtschaft 2/2025

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