Bauen wird in Berlin immer teurer – dies geht aus vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorgelegten Zahlen hervor. Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. macht zwei Faktoren für die gestiegenen Baukosten verantwortlich: Die stark steigende Nachfrage nach Bauleistungen und immer höhere Baustandards.

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg sind die "Preise für den Neubau von Wohngebäuden" im Durchschnitt des Jahres 2016 gegenüber 2015 in Berlin um 2,5 Prozent gestiegen (Vorjahr: 1,6 Prozent). Die allgemeine Preissteigerungsrate lag 2016 in Berlin nur bei 0,5 Prozent. Damit sind die Baupreise fünfmal schneller gestiegen als die Preise insgesamt.

"Höhere Baukosten bedeuten höhere Neubaumieten", sagte BBU-Vorstand Maren Kern. Angesichts der hohen Nachfrage nach Bauleistungen könne gegen die Marktkräfte nur wenig ausgerichtet werden. Umso wichtiger sei deshalb Augenmaß bei der Gestaltung der Baustandards. "Wir fordern deshalb eine verpflichtende Bau- und Wohnkostenfolgeabschätzung für gesetzliche Vorgaben. So würde von Anfang an transparent, welche Folgen staatliche Vorschriften für die Mieterinnen und Mieter hätten", sagte Kern.

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