Innovative Wohnungsbau-Modelle

Das Forschungsinstitut InWIS sucht im Auftrag des Bundes zukunftsfähige Modellvorhaben, die bezahlbaren und nachhaltigen Wohnungsbau unter einen Hut bringen: von Wohngebäuden bis zu kleinen Quartieren. Bauherren und Bestandshalter können sich bis zum 15. März bewerben.

In einem neuen Forschungsprojekt sollen die Rahmenbedingungen und bestimmenden Faktoren für die Vereinbarkeit von bezahlbarem (ökonomisch) und nachhaltigem (ökologisch und sozial) Wohnungsbau untersucht werden. Dafür suchen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) innovative Modellvorhaben, die 2009 oder später genehmigt wurden und mindestens ein Jahr bewohnt sind. Die Bewerbungsfrist endet zum 15. März

Ob Mietwohnungsbau oder Eigentum: Es zählt das Kriterium der Bezahlbarkeit

In Frage kommen qualifizierte Neubauprojekte in neuen Quartieren oder als ergänzende Bebauung in Bestandsquartieren, egal ob einzelne Gebäude, Wohnanlagen oder kleine Siedlungen. Der Fokus liegt zwar auf dem Geschosswohnungsbau, es werden aber auch gute Projekte mit anderer Gebäudetypologie (etwa Wohnanlagen mit Reihen- und Doppelhäusern) einbezogen. Im Vordergrund steht der Mietwohnungsbau, doch es kommen – unter dem Kriterium der Bezahlbarkeit – auch Wohnanlagen mit einer Mischung von Miet- und Eigentumswohnungen oder Wohnanlagen mit bezahlbarem Eigentum in Frage.

Wer sich bewerben will, muss möglichst zwei Drittel, mindestens jedoch einen Anteil von 50 Prozent an Wohnungen mit niedrigem und mittlerem Preisniveau haben und einen besseren Energieeffizienzstandard als den gesetzlichen aufweisen. Mit Blick auf die Erreichung der Klimaneutralität im Gebäudebereich bis 2050 liegt der Fokus auf besonders innovativen Standards (zum Beispiel Plus-Energie-Haus, Nullenergiehaus, energieautarkes Haus, ressourcenschonende Lösungen).

Bewerber: Gesucht sind private und öffentliche Bauherren und Bestandshalter

Bewerben können sich Bauherren und Bestandshalter. Das können kommunale oder privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Projektentwickler, Bauträger, Baugemeinschaften oder Privatpersonen sein. Abhängig von der Rolle der Kommune im Projekt kann sie im Einzelfall auch die Trägerschaft für ein Modellvorhaben übernehmen oder sich gemeinsam mit der Bauherrschaft bewerben.

Der erste von sechs Austauschterminen ist für das zweite Quartal 2021 vorgesehen (Auftaktworkshop aller Modellvorhaben), die Abschlussveranstaltung wird nach derzeitigem Stand im ersten Quartal 2023 stattfinden.

Betreut wird das Projekt vom InWIS (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der EBZ Business School und der Ruhr-Universität Bochum) und dem Büro Weeber+Partner (Stuttgart/Berlin).

Zu den Bewerbungsunterlagen und der Online-Bewerbung


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