Neue Wohngebäude werden noch teurer, vor allem die Rohbauarbeiten steigen um satte 4,4 Prozent Bild: Corbis

Der Wohnungsneubau wird noch teurer. Im Februar sind die Baupreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich um vier Prozent gestiegen, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das ist der stärkste Preisanstieg seit zehn Jahren: Im November 2007 hatten die Baupreise sich gegenüber dem Vorjahreswert um 5,8 Prozent verteuert. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 4,1 Prozent.

Bei der letzten Erhebung im November 2017 verzeichnete Destatis ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber November 2016. Von November 2017 bis Februar 2018 erhöhten sich die Baupreise (einschließlich Umsatzsteuer) noch einmal um 1,7 Prozent.

Besonders ins Gewicht fällt im Februar laut Destatis der Rohbau mit einem Preisanstieg von 4,4 Prozent. Das war bereits im Sommer 2017 so, damals wurde die Bauwirtschaft für die Preisexplosion mitverantwortlich gemacht. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft erwartet für 2018 ein Wachstum von 2,6 Prozent. Unter den Rohbauarbeiten erhöhten sich die Preise für Erdarbeiten um sechs Prozent, für Betonarbeiten um 5,1 Prozent und für Gerüstarbeiten um 4,9 Prozent.

Kaum weniger steigen die Preise für Ausbauarbeiten mit plus 3,6 Prozent. Unter den Ausbauarbeiten stiegen die Preise für Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden um 4,9 Prozent, für Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 4,5 Prozent. Estricharbeiten, Tischlerarbeiten und Metallbauarbeiten waren im Februar 2018 um jeweils 3,9 Prozent teurer als im Februar 2017. Instandhaltungsarbeiten an Wohnhäusern (ohne Schönheitsreparaturen) waren 3,9 Prozent teurer als im Vorjahr.

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Schlagworte zum Thema:  Baupreise, Wohnungsbau

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