29.09.2015 | Serie Campus for Controlling 2015

Macht Self Service BI die Controller überflüssig?

Serienelemente
Leona Wiegmann stellt die Ergebnisse der IT-Studie des WHU Controller Panels sowie einer Einzelfallstudie eines großen deutschen Unternehmens auf dem Campus for Controlling 2015 vor.
Bild: Kai Myller, Koblenz

Durch die gestiegene Nutzung moderner IT-Systeme sind Manager zunehmend in der Lage, sich selbstständig und unabhängig vom Controlling zu informieren. Dies wirft die Frage auf, weshalb sie Controller dann noch brauchen. Leona Wiegmann gab eine beruhigende Antwort.

Warum noch miteinander reden? Interaktion von Controller und Manager in Zeiten der Digitalisierung

Unter diesem Titel präsentiert Leona Wiegmann die Ergebnisse der IT-Studie des WHU Controller Panels sowie einer Einzelfallstudie eines großen deutschen Unternehmens. In den letzten Jahren war IT – mit dem Schwerpunkt Business Intelligence – das wichtigste Zukunftsthema für das Controlling. Gute IT-Systeme sind die Basis, um Controllingprozesse zu standardisieren und deren Datenqualität zu erhöhen. Standardisierte Prozesse sind dabei deutlich effizienter, das gleiche gilt auch für Automatisierung. Jedoch kann die Automatisierung nicht so stark vorangetrieben werden, wie die Standardisierung, legt die Referentin dar. Auffällig ist jedoch, dass trotz gestiegener Standardisierung und Automatisierung kaum eine Auslagerung des Controllings stattfindet. Offensichtlich wird dem Controlling, trotz moderner IT-Systeme, eine wichtige Aufgabe in den Unternehmen beigemessen. Die Aufgabe umfasst jedoch weniger die Datenbeschaffung und -analyse, sondern mehr die Dateninterpretation und Kommunikation der Ergebnisse.

Was verändert sich dadurch beim Management?

Das Management wird generell zufriedener mit den Controllingprozessen. Dies liegt zum einen an der Möglichkeit, komplexe Analysen wie Mustererkennung und Simulationen mit Hilfe guter IT-Systeme durchzuführen, und zum anderen an der gestiegenen Effizienz der Controllingprozesse. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, steigt auch die Nutzung des Self-Services durch Manager stark an. Dabei sind sie umso zufriedener  und empfinden die Informationen als steuerungsrelevanter, je mehr Daten im Self-Service zur Verfügung stehen.

Was bedeutet das für die Interaktion zwischen Controlling und Managern?

Die Nutzung moderner IT-Systeme verändert die Interaktion, so Leona Wiegmann. Zum einen sind Manager und Controller mehr mit der Problemlösung als der Klärung der Datenlage beschäftigt. Auch sind der Informationsaustausch sowie die Möglichkeit, Probleme offen anzusprechen, stärker ausgeprägt. Neben der direkten Interaktion führt die „Demokratisierung der Daten“ zu einem höheren Standing des Controllings in der Organisation. Moderne IT-Systeme bieten also eine enorme Chance, sowohl für das Management als auch das Controlling.

Schlagworte zum Thema:  Veranstaltung, Controlling, Management

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