Münchens erste Klimawoche vernetzt Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft
Eine Woche, eine Stadt, viele Orte
Die Munich Climate Week verteilt sich bewusst über das gesamte Stadtgebiet. Universitäten, Konferenzzentren, Museen, Nachbarschaftsräume und Außenflächen in allen Münchner Stadtbezirken dienen als Veranstaltungsorte. Über 10.000 Teilnehmende werden erwartet.
Das Konzept folgt einem Prinzip, das auch andere europäische Klimawochen prägt. Nicht die Veranstalter, sondern die Community bestimmt das Programm. Unternehmen, Hochschulen, NGOs und Einzelpersonen können eigene Veranstaltungen anmelden und werden so Teil des Formats. Bisher stehen rund 140 Events im Kalender. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die Allianz, SAP, Munich Re, der FC Bayern München, die Technische Universität München und die Ludwig-Maximilians-Universität München.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause sagt: „München hat sich zum Ziel gesetzt, eine klimaneutrale und resiliente Stadt im Herzen Europas zu werden.“ Dazu sei die enge Zusammenarbeit vieler Partner unerlässlich.
Vier Themenbereiche strukturieren das Programm
Die Munich Climate Week richtet sich an ein breites Publikum: Bürgerinnen und Bürger, Start-ups sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mehrere Formate fördern gezielt die Vernetzung von Kapitalgebern mit Gründerinnen und Gründern.
Das inhaltliche Rückgrat bilden 14 Themen, gegliedert in vier Bereiche:
Der „Stoffwechsel der Stadt“ behandelt die Themen Energie, Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Mobilität. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Millionenstadt Infrastruktur und Ressourceneinsatz klimaverträglich umgestaltet.
Der Bereich „Wasser und Hitze“ richtet den Blick auf Klimaanpassung und Resilienz. Im Fokus stehen Extremwetterereignisse, nachhaltiges Wassermanagement und der Erhalt urbaner Biodiversität.
Der Themenbereich „Wer zahlt, wer entscheidet“ betrachtet die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen – von Finanzierungsinstrumenten über kommunale Governance bis zu Klimagerechtigkeit und Gesundheit.
„Die Zukunft neu denken“ bündelt Themen wie nachhaltige Ernährung, technologische Innovation und kreativ-partizipative Formate der Klimakommunikation.
Für ESG- und Nachhaltigkeitsverantwortliche stehen neben vielen anderen folgende Events im Kalender:
- Climate Adaptation: Hands-on Tools for Business Resilience (19.10.2026)
- Vom Messen zum Handeln: Scope-3-Emissionen wirksam reduzieren (19.10.2026)
- Turning Climate Risk into Business and Infrastructure Resilience (22.10.2026)
- Corporate Transition Planning in Practice (23.10.2026)
Einbettung in eine europäische Bewegung
Die Munich Climate Week reiht sich in die wachsende Zahl europäischer Klimawochen ein. So verzeichnete die Climate Week Zurich im Mai 2026 über 250 Veranstaltungen und mehr als 200 Partnerorganisationen. Im Juni 2026 stellte die Venice Climate Week Wasser als Klimaressource in den Mittelpunkt. Etablierte Formate wie die Hamburger Klimawoche und die London Climate Action Week zeigen, dass dieses Modell in verschiedenen Städten und Kontexten funktioniert. Für München ist es der erste Anlauf.
Interessierte Unternehmen, die sich als Event-Partner einbringen möchten, können eigene Veranstaltungen kostenfrei anmelden. Weitere Informationen dazu und zum aktuellen Programm gibt es unter munichclimateweek.com .
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