Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 15b Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen

Schrifttum:

Beck, Verlustausgleichsverbot bei Steuerstundungsmodellen: Der neue § 15b EStG, DStR 2006, 61;

Fleischmann/Meyer-Scharenberg, Der neue § 15b EStG: Der endgültige Tod der Steuersparmodelle;

Stuhrmann, Die Steuergesetzgebung Ende 2005, NJW 2006, 465;

Kaligin, Zweifelsfragen bei der Anwendung des § 15b EStG, WPg 2006, 375;

Brandtner/Raffel, § 15b EStG: Die neue Regelung der Verlustverrechnung bei Steuerstundungsmodellen, BB 2006, 639;

Lüdicke, Beschränkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen, DB 2006, 744;

Lechner/Lemaitre, Zweifel an der Anwendung des § 15b EStG bei doppelstöckigen Strukturen?, DStR 2006, 689;

Ronig, Steuerstundungsmodelle nach § 15b EStG, NWB F 3, 13971;

Patt/Patt, Der negative Ankündigungseffekt bei der Schaffung von § 15b EStG – ein Beitrag zur Steuergesetzgebung, DB 2006, 1865;

Naujok, Verfassungswidrigkeit des § 15b EStG, BB 2007, 1365;

Ronig, Steuerstundungsmodelle u Einkünfte aus KapVerm, NWB F 3, 14333;

Gragert, Verlustverrechnungsbeschränkung für Steuerstundungsmodelle, NWB Nr 39/2007, 3413;

Brandtner/Lechner, Verluste bei Steuerstundungsmodellen: Anmerkungen zum Anwendungsschreiben des BMF zu § 15b EStG, BB 2007, 1922;

Naujok, Anmerkungen zum Anwendungsschreiben zu § 15b EStG v 17.07.2007, DStR 2007, 1601;

Bock/Raatz, Aktuelle Rspr zu § 2b EStG u deren Anwendung auf § 15b EStG, DStR 2008, 1407;

Herbst, Können "gleichgerichtete Leistungsbeziehungen" eine modellhafte Gestaltung iSd § 15b EStG indizieren? – Urt des Sächsischen FG v 19.12.2007, 2 K 954/07, FR 2008, 1003;

Kohlhaas, Verfassungswidrigkeit des § 2b EStG, DStR 2008, 480;

Brandtner/Geiser, Zur Anwendung des § 15b EStG bei den Einkünften aus KapVerm, DStR 2009, 1732;

Gragert, AbgSt u die Verlustverrechnung gem § 15b EStG, NWB Nr 31/2010, 2450;

Hartrott/Raster, Zur "Modellhaftigkeit" iSd § 15b EStG, BB 2011, 343;

Birker, Investmentvermögen als Steuerstundungsmodelle (§ 8 Abs 7 InvStG, § 15b EStG), BB 2011, 1494;

Jansen/Lübbenhüsen, Investmentsteuerrecht: Der (sehr begrenzte) Anwendungsbereich der neuen Verweisung auf Modelle iSd § 15b EStG in § 8 Abs 7 InvStG, FR 2011, 512;

Nacke, Voraussetzungen für Steuerstundungsmodelle nach § 15b EStG, NWB 26/2014, 1939;

Rönig, Neues zu Steuerstundungsmodellen nach § 15b EStG, NWB 20/2014,1490;

Schuska, Verfassungsrechtliche Probleme bei der Anwendung des § 15b EStG, DStR 2014, 825;

Heuermann, Goldfinger u der dritte Abwehrversuch – das Steuerstundungsmodell des § 15b Abs 3a EStG u viele Fragen zu Beginn, DStR 2014, 169;

Dissers, Verfahrensrechtliche Fragen im Zusammenhang mit den Goldhandelsfällen, Viele ungeklärte Rechtsfragen , NWB 2015, 3170.

Verwaltungsanweisungen:

BMF v 17.07.2007, BStBl I 2007, 542; BMF v 29.01.2008, DStR 2008, 561.

I. Allgemeines

A. Die Entstehungsgeschichte der Vorschrift, Rechtsentwicklung

 

Rn. 1

Stand: EL 117 – ET: 08/2016

§ 15b EStG wurde entsprechend den Vorgaben des Koalitionsvertrages durch Art 1 Nr 4 des G zur Beschränkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen (v 22.12.2005, BGBl I 2005, 3683) eingeführt u war wie die zT übergangsweise Abschaffung der § 3 Nr 9, 10, 15 EStG u des § 10 Abs 1 Nr 6 EStG (G zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm v 22.12.2005, BGBl I 2005, 3682) eines der ersten steuerlichen ÄnderungsG der damaligen Großen Koalition (2005 – 2009).

Im JStG 2007 (v 13.12.2006, BGBl I 2006, 2878) wurde die Bezeichnung "vom Hundert" durch "Prozent" ersetzt.

 

Rn. 2

Stand: EL 117 – ET: 08/2016

Art 11 Nr 5 des G zur Anpassung des InvStG ua G an das AIFM-UmsetzungsG (AIFM-StAnpG v 18.12.2013, BGBl I 2013, 4318) fügte einen neuen Abs 3a in § 15b EStG ein, erstmals anzuwenden auf Verluste der dort bezeichneten Steuerstundungsmodelle, bei denen WG des UV nach dem 28.11.2013 angeschafft, hergestellt o in das BV eingelegt werden (Art 11 Nr 9e des G = § 52 Abs 33a S 5 EStG). S dazu Heuermann, DStR 2014, 169.

B. Der Sinn u Zweck der Vorschrift

1. Allgemeines

 

Rn. 3

Stand: EL 117 – ET: 08/2016

In der Begründung zum Allg Teil (BT-Drucks 16/107, 7) führt der Gesetzgeber aus, dass die Attraktivität sog Steuerstundungsmodelle "wirkungsvoll eingeschränkt werden soll". Darauf nimmt auch der BFH BStBl II 2014, 465 Bezug. Diese seien ihm schon seit langem "ein Dorn im Auge". Künftig sollten die Verluste nur noch mit späteren positiven Einkünften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden können. Durch diese Verlustverrechnungsbeschränkung, so führt die G-Begründung aaO weiter aus, werde ein Anreiz für mehr Rentabilität gesetzt u die Förderung volkswirtschaftlich fragwürdiger Steuersparmodelle beendet, die insb von StPfl mit höheren Einkünften genutzt werden, um ihre Steuerbelastung zu senken. Die Neuregelung trage damit zu mehr Steuergerechtigkeit bei. "Übliche unternehmerische Aktivitäten" seien jedoch von § 15b EStG nicht erfasst (BT-Drucks 16/107, 10), zB Existenzgründer, die in den ersten Jahren Verluste machten, o "typische Verlustsituationen" bei VuV außerhalb "modellhafter Gestaltungen".

 

Rn. 4

Stand: EL 117 – ET: 08/2016

Die Einführung des § 15b EStG u damit der "endgültige (?) Tod der Steuersparmodelle" wird in der Literatur begrüßt (Fleischmann/Meyer-Sch...

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