Reuber, Die Besteuerung der... / 14. Entgeltfortzahlungsversicherung
 

Tz. 94

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Mit dem Aufwendungsausgleichsgesetz vom 22.12.2005, BGBl I 2005, 3686 sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Erstattung der Kosten bei Arbeitsunfähigkeit (U1-Verfahren)

    Das frühere Umlageverfahren U1 sieht die Erstattung der Aufwendungen für die Weiterzahlung des Arbeitsentgelts bei Arbeitsunfähigkeit nur für Arbeiter und Auszubildende in Betrieben bis zu 20 Beschäftigten bzw. bis zu 30 Beschäftigten vor.

    Der Gesetzgeber sieht vor, dass neben den Arbeitern und Auszubildenden auch die Angestellten in Kleinbetrieben einheitlich bis zu 30 Beschäftigten in den Ausgleich für die Entgeltsfortzahlung einbezogen werden. Nach der erfolgten Gesetzesänderung werden dann auch solche Kleinunternehmer in die Umlage U1 einbezogen, die ausschließlich Angestellte beschäftigen, hierzu gehören auch Verbände/Vereine. Die Kostenerstattung richtet sich nach der Höhe der Umlage. Sie kann 50 % bis 80 % des jeweiligen Arbeitsentgelts betragen.

  • Erstattung der Kosten bei Mutterschaft (U2-Verfahren)

    Die Erstattung der Aufwendungen des Arbeitgebers für Mutterschaftsleistungen soll unabhängig von der Zahl der Beschäftigten vorgenommen werden. Die Kostenerstattung erfolgt bis zur Höhe von 100 %.

Seit 2006 wird von allen gesetzlichen Krankenkassen die Entgeltfortzahlungsversicherung durchgeführt. Zuständig ist immer die Krankenkasse des jeweiligen Arbeitnehmers. Ist der Arbeitnehmer nicht krankenversichert, wäre die letzte Krankenkasse zuständig.

Bei der Berechnung der Umlage bleiben Einmalzahlungen außer Betracht.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge