Damit Fahrtkostenerstattungen steuerfrei bleiben, muss der Arbeitgeber seinen Aufbewahrungspflichten entsprechend nachkommen. Bild: Marcus Surges

Das FG des Saarlandes hat in einem Urteil klar gestellt, dass Fahrtkostenerstattungen nur dann nach § 3 Nr. 16 EStG steuerfrei sind, wenn der Arbeitgeber zeitnah Unterlagen erstellt und aufbewahrt hat.

Die Unterlagen müssen die Überprüfung der Steuerfreiheit des ausgezahlten Fahrtkostenersatzes ermöglichen. Das gilt laut dem Saarländischen FG auch dann, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber übereinstimmend bestätigen, dass Fahrtkosten im Wege der Einzelabrechnung und unterhalb der gesetzlich zulässigen Pauschbeträge erstattet wurden. 

Die Regelung des § 4 Abs. 2 Nr. 4 LStDV gestattet es, steuerfrei ausgezahlte Beträge im Lohnkonto in einer Summe auszuweisen. Doch das Gericht weist darauf hin, dass es sich aus den neben dem Lohnkonto zu führenden Unterlagen zweifelsfrei ergeben muss, für welche konkrete Dienstreise und in welcher Höhe dem Arbeitnehmer jeweils Aufwendungen für Fahrt- und Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen oder sonstige Nebenkosten erstattet wurden.

FG des Saarlandes, Urteil v. 24.5.2017, 2 K 1082/14, Meldung veröffentlicht am 4.8.2017

Schlagworte zum Thema:  Fahrtkosten, Arbeitgebererstattung, Steuerfreiheit, Aufbewahrung von Unterlagen, Lohnkonto

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