Mietvertrag zwischen Lebensgefährten

Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass kein steuerrechtlich anzuerkennendes Mietverhältnis vorliegt, wenn die Vermieterin die zur Hälfte vermietete Wohnung gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Mieter bewohnt.

Vor dem FG Baden-Württemberg klagte die Eigentümerin einer Immobilie mit mehreren Wohnungen. Die Aufteilung war so, dass sich im Erdgeschoss das Büro der Klägerin befand. Das Dachgeschoss wurde an fremde Dritte zu Wohnzwecken vermietet. Das Obergeschoss bewohnt sie mit ihrem Lebensgefährten. Der Lebensgefährte überwies im Streitjahr monatlich einen als Miete bezeichneten Betrag und Haushaltsgeld. Ein unterzeichneter Mietvertrag lag vor für die Vermietung der Wohnung "zur Hälfte".

Kein Verlust aus Vermietung und Verpachtung 

Die Klägerin wollte Verluste aus Vermietung und Verpachtung geltend machen - erfolglos. Das FG Münster erkannte das Mietverhältnis steuerlich nicht an.

FG Baden-Württemberg, Urteil v. 6.6.2019, 1 K 699/19, Pressemeldung v. 15.7.2019

Schlagworte zum Thema:  Vermietung und Verpachtung, Verlust