Rz. 8

Hiernach ergibt sich für die erbschaftsteuerliche Bewertung folgende Rechtslage:

  • Die Generalverweisung des § 12 Abs. 1 ErbStG auf den Ersten Teil des BewG gilt grundsätzlich für alle Vermögensarten. Allerdings steht sie unter dem Vorbehalt, dass sich aus den Vorschriften des Sechsten Abschnitts des Zweiten Teils des BewG keine abweichenden Regelungen für den Ansatz oder die Wertermittlung von Wirtschaftsgütern ergeben.
  • Nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften sind mit dem nach § 11 Abs. 2 BewG ermittelten gemeinen Wert anzusetzen.
  • Land- und forstwirtschaftliches Vermögen und Betriebsgrundstücke i. S. d. § 99 Abs. 1 Nr. 2 BewG sind mit den unter Anwendung der §§ 158 bis 175 BewG ermittelten Grundbesitzwerten anzusetzen.
  • Grundvermögen und Betriebsgrundstücke i. S. d. § 99 Abs. 1 Nr. 2 BewG sind mit den unter Anwendung der §§ 159 BewG und 176 bis 198 BewG ermittelten Grundbesitzwerten anzusetzen.
  • Ansatz und Bewertung von Bodenschätzen, die nicht zu einem Betriebsvermögen gehören, richten sich nach den ertragsteuerlichen Vorschriften.[1]
  • Inländisches Betriebsvermögen, d. h. gewerblich oder freiberuflich tätige Einzelunternehmen und Anteile an entsprechenden Personengesellschaften, sind nach § 109 Abs. 1 und 2 BewG mit den nach § 11 Abs. 2 BewG ermittelten gemeinen Werten anzusetzen.
  • Ausländischer Grundbesitz und ausländisches Betriebsvermögen sind nach den Vorschriften des Ersten Teils des BewG, insbesondere § 9 BewG, zu bewerten.
 

Rz. 9

einstweilen frei

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Steuer Office Excellence. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Steuer Office Excellence 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge