Die im Internet vorhandene Datenmenge betrug laut EMC Studie "Das digitale Universum" im Jahr 2010 1.227 Exabyte (das sind 1 Mrd. Gigabyte), im Jahr 2020 werden es 40.026 Exabyte sein. Die große Herausforderung ist es, diese Daten sinnvoll zu verarbeiten und nutzbar zu machen.

Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden Anwendungen entwickelt, die das Weltwissen zu spezifischen Themen durchsuchen, filtern, bewerten und Lösungen anbieten – und zwar bessere Lösungen als das beste menschliche Expertengremium finden würde. Mit IBM Watson Analytics gibt es inzwischen ein kommerzielles Angebot, um eigene Datenbestände zu analysieren und daraus Auswertungen und Vorhersagen zu erstellen.

Risikoanalysen, Umsatzprognosen, Investitionsentscheidungen werden mithilfe belastbarer Daten künftig präzise und zeitnah erstellt. Das Informationswissen wird dadurch an Wert verlieren. Dafür wächst der Bedarf an Interpretation, Entscheidungshilfe und Begleitung bei der Umsetzung. Denn auch wenn wir inzwischen Maschinen mindestens genauso vertrauen wie Menschen – vergleichen Sie nur Ihr Navi mit dem Karten lesenden Beifahrer. Das Navi kann uns sagen, wie wir am besten ans Ziel kommen, aber welches Ziel wir eingeben und ob die Panoramaroute oder die schnellste für unsere Zwecke angemessen ist, entscheiden wir. Bei der Zielfindung und der Routenauswahl werden Kanzleien im übertragenen Sinne künftig von ihren Mandanten geschätzt werden.

Auch die Finanzverwaltung setzt auf Big Data und automatisiert mit KONSENS und anderen Programmen das Besteuerungsverfahren. Steuerberater können sich unter diesem Gesichtspunkt zum Risikoanalysten entwickeln und das Beratungsfeld Betriebsprüfung vorverlagern. Der Betriebsprüfungs-Stresstest wäre ein sinnvolles neues Beratungsangebot.

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