Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / 2. Pauschalbesteuerung von Vorteilen aus der Gewährung verbilligter Mahlzeiten im Betrieb
 

Rz. 140

Stand: EL 116 – ET: 01/2019

Der ArbG kann die LSt mit dem festen Pauschsteuersatz von 25 % auf den geldwerten Vorteil pauschalieren, soweit er

arbeitstäglich im Betrieb eine Mahlzeit kostenlos oder verbilligt an seinen ArbN abgibt

oder

Barzuschüsse an ein anderes Unternehmen leistet, das arbeitstäglich eine Mahlzeit kostenlos oder verbilligt an den ArbN abgibt (§ 40 Abs 2 Satz 1 Nr 1 EStG).

Betrieb idS ist uE nicht nur der Ort, an dem die > Erste Tätigkeitsstätte liegt, sondern jede betriebliche Einrichtung des ArbG, die der ArbN aufsucht und in der er eine Mahlzeit einnimmt. Zu Besonderheiten bei der kostenlosen oder verbilligten Abgabe von Mahlzeiten außerhalb der Wohnung des ArbN und einer ersten Tätigkeitsstätte seit VZ 2014 > Rz 142.

Diese Regelung gilt uE auch für Fälle der > Doppelte Haushaltsführung Rz 160ff, bei der der ArbN am Beschäftigungsort, also dem Ort der ersten Tätigkeitsstätte eine Zweitwohnung hat. Geht der ArbN allerdings von dort aus auf eine Auswärtstätigkeit, gilt die bei > Rz 142ff dargestellte Regelung.

 

Rz. 141

Stand: EL 116 – ET: 01/2019

Voraussetzung ist, dass die Mahlzeiten keine Lohnbestandteile (Deputate; zum Begriff > Sachbezüge Rz 7) sind (> Rz 48). Sie müssen mit dem anteiligen amtlichen Sachbezugswert bewertet werden. Dies gilt auch bei der Ausgabe von Essenmarken. Wegen der Einzelheiten > Mahlzeiten Rz 19, 41ff. Vgl auch > R 40.2 Abs 1 Nr 1 LStR. Zur Rechtsentwicklung > Rz 46, 48; ergänzend das Beispiel 2 bei > Rz 143.

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