Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / I. Gehaltsvorschüsse im öffentlichen Dienst
 

Rz. 70

Stand: EL 107 – ET: 09/2015

Gehaltsvorschüsse im öffentlichen Dienst nach den Vorschussrichtlinien des Bundes (MinBlFin 1976, 229 – VR) oder entsprechenden Richtlinien der Länder sind lohnsteuerlich als Darlehen zu behandeln, denn die VR enthalten die hierfür erforderlichen präzisen Vereinbarungen über die Zinshöhe und Rückzahlung (vgl BMF vom 19.05.2015 Rz 2, BStBl 2015 I, 484). Der Zinsvorteil unterliegt deshalb dem LSt-Abzug, wenn der Vorschuss 2 600 EUR übersteigt (> Rz 25 ff). Das gilt auch für Vorschüsse auf eine steuerfreie Leistung (zB Reisekosten oder > Lohnersatzleistungen). Anders nur, wenn die "Vorschüsse" förmlich als widerrufliche Abschlagszahlungen ausgestaltet sind. Bei Darlehen an > Auslandsbeamte und ihnen gleichgestellte ArbN zur Leistung von Mietvorauszahlungen sind die Zinsvorteile nicht steuerfrei, weil § 3 Nr 64 EStG (> R 8.1 Abs 6 Satz 10 LStR) nicht anzuwenden ist (vgl BMF vom 21.08.2001 Z C 3 O 1959-41/01).

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