| DGFP Lab 2016

Der coolste Event für den Nachwuchs in HR

200 HR-Manager kamen nach Berlin in die "Laborküche" des DGFP Lab.
Bild: DGFP

Unter dem Motto "Prototyping HR" veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) ein Lab, zu dem 200 HR-Manager nach Berlin kamen. Es wäre eine Art Laborküche, um die Zukunft von HR zu gestalten.

Die Location für den Event war gut gewählt. In einer alten Industriebrache, dem Kühlhaus in Berlin nahe dem Gleisdreieck, versammelten sich junge HR-Manager, um mit neuen Methoden wie Design Thinking über die Zukunft von HR nachzudenken und Experimente zu wagen. Wie kann HR in einer digitalen Welt aussehen? Was heißt es, wenn künftig Algorithmen bei Entscheidungen mitreden? Und was hat eine Pizzabestellung mit HR von morgen zu tun?

Innovative Keynotes

Unter den 200 Teilnehmer stachen Leute in weißen Laborkitteln hervor, die als agile Coaches unterschiedliche Arbeitsgruppen moderierten und der Veranstaltung ein besonderes Flair vermittelten. Die Keynote-Speaker setzten Impulse, die Inspirationen für die Arbeitsgruppen darstellten. So erklärte Professor Michael Kornberger (Copenhagen Business School), warum Unternehmen wie Lego auf Kompetenzen und Inspiration auch außerhalb der Unternehmensgrenzen setzen. Dr. Nico Rose (Bertelsmann) erläuterte, weshalb positive Emotionen messbar erfolgsentscheidend sind. Und der dreifache Olympiasieger Dr. Michael Groß (Groß & Cie. GmbH) betonte, dass es neben Talent immer auch auf Wissen und Willen ankommt sowie auf die unbedingte Bereitschaft, sich kontinuierlich zu verbessern.
Mit Out-of-the-box-Perspektiven überzeugten aber auch agile Vorreiter aus der Unternehmenspraxis. Ihre Ideen und Erfahrungen teilten IBM, Phoenix Contact, DB Vertrieb, HRForecast, Hellofresh und Mytaxi.

Prototypen für HR

Alle 14 Entwicklerteams präsentierten ihre konkrete HR-Prototypen.
Bild: DGFP

In erster Linie waren beim DGFP Lab jedoch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst gefragt. Mit der Unterstützung der agilen Coaches entwickelten sie in 14 Entwicklerteams konkrete HR-Prototypen. Alle Gruppen – von WeeXtreMe bis zum A-Team – präsentierten diese anschließend in größerer Runde. Die Ideen stießen beim Publikum auf einhellige Begeisterung: So ging es unter anderem um eine bessere Fehlerkultur mithilfe der Verleihung goldener Mistgabeln oder einer Fehler-Olympiade. Zur Förderung von Erfindergeist und Innovationen wurden entsprechende Apps („Ideen-Tinder“) vorgestellt.
Aber auch Partizipation und Führung waren Thema: So machte das Crazy Pizza Team sehr anschaulich klar, dass zu einer guten Pizza nicht nur Käse und Tomaten gehören. Erst aus dem Zusammenspiel verschiedener Teile (Abteilungen, Personen etc.) ergibt sich etwas sinnvolles Ganzes.

Ermutigen und Erproben

Katharina Heuer, Vorsitzende der DGFP-Geschäftsführung, ist angesichts der vielen unterschiedlichen Prototypen begeistert. "Die Transformation eines Unternehmens beginnt in den Köpfen der Mitarbeiter. HR steht hier vor einer besonderen Herausforderung: Wir müssen uns selbst an die Spitze der Bewegung setzen. Nur wenn wir selbst agil und digital sind, nimmt man uns die Rolle des Treibers und Transformationsmanagers ab. Die auf dem DGFP Lab entwickelten Ideen zeigen einerseits, dass es keine Standardlösungen für die Herausforderungen einer agilen und digitalen Welt gibt. Zum anderen sehen wir, dass sich HR längst auf die Reise begeben hat und an vielen Stellen Vorreiter ist." Dabei ginge es insbesondere um das Ermutigen und Erproben einer neuen Kultur. "Das verbindet auch viele der HR-Prototypen. Eine solche Kultur beinhaltet unter anderem tatsächlich gelebte Kooperation und ein stärkeres Wir-Gefühl in Unternehmen. Sie erfordert einen veränderten Umgang mit Fehlern sowie die Möglichkeit, eigene Ideen im Team voranzutreiben und umzusetzen. Als HR können und müssen wir in diesem Kulturwandel eine sehr aktive Rolle einnehmen", so Heuer weiter.

Das sind die Gewinner des Pitches zu den HR-Prototypen.
Bild: DGFP

HR Next Generation Award

HR Next Generation AwardEine aktive Rolle spielen auch die Finalisten des HR Next Generation Awards in ihren jeweiligen Unternehmen. Die Verleihung des Preises war einer der Höhepunkte am Abend des ersten Tages. dem Publikum des DGFP Lab vor, die anschließend per Live-Voting abstimmten. In diesem Jahr ging der HR Next Generation Award schließlich an Nadja Mütterlein, die sich unter anderem mit der überzeugenden Vorstellung ihres Startups "Remote Talents" den Sieg sicherte (hier lesen Sie mehr über den Preis, die Gewinnerin und die Finalisten 2016). Auch im kommenden Jahr lädt das DGFP Lab den HR-Nachwuchs wieder nach Berlin ein und zwar am 14. und 15 November 2017.

Schlagworte zum Thema:  HR Next Generation Award, Innovation, Digitalisierung

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