Deutsche Unis behaupten sich in puncto Beschäftigungsfähigkeit
Wie fit machen Universitäten ihre Absolventinnen und Absolventen für das Berufsleben? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Geurs-Hochschulrankings. Erneut schnitten deutsche Universitäten gut ab: In der Länderwertung erreichte Deutschland wie im Vorjahr den dritten Platz, vor Großbritannien, China und anderen Staaten. Die ersten beiden Plätze gingen an die USA und Frankreich.
Für die Global Employability Studie (Geurs) befragte das Trendence Institut gemeinsam mit dem französischen Beratungsunternehmen Emerging 13.240 HR-Verantwortliche in 33 Ländern. Das Ergebnis ist ein weltweites Ranking der 250 Universitäten, die aus Arbeitgebersicht am besten auf das Berufsleben vorbereiten.
Die besten Universitäten für Beschäftigungsfähigkeit
Im Gesamtranking aller Hochschulen gingen die ersten drei Plätze allesamt an US-amerikanische Universitäten. Auf Platz eins steht in diesem Jahr das Massachusetts Institute of Technology in Boston, gefolgt vom California Institute of Technology in Pasadena und der Elite-Universität Stanford.
Die am besten bewertete deutsche Universität ist erneut die Technische Universität München, die wie im Vorjahr auf Platz 13 liegt. Insgesamt erreichten 20 deutsche Universitäten einen Platz unter den besten 250 Universitäten weltweit. Zweitplatzierte deutsche Universität ist die Berliner Humboldt Universität auf Platz 46.
Deutsche Unis verbessern sich, aber China holt auf
Robindro Ullah, Geschäftsführer des Trendence Institutes, sieht deutsche Universitäten gut darin aufgestellt, Absolventinnen und Absolventen auf das Berufsleben vorzubereiten. "Momentan zeigt sich der deutsche Wissenschaftsstandort in einer guten Verfassung. Insgesamt stehen 20 Universitäten im Gesamtranking, 16 davon haben sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessert." Das sei auch notwendig, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig bleibe. "Auf Universitäten wird es bei der Bewältigung des Veränderungsprozesses, den die Arbeit in Zukunft durchlaufen wird, in besonderem Maße ankommen. Schaffen sie es in ausreichendem Maß, die Studierenden auf den Arbeitsmarkt und seine neuen Rahmenbedingungen vorzubereiten?", so Ullah.
Denn die Konkurrenz schläft nicht. So haben Universitäten aus dem asiatischen Raum klare Fortschritte gemacht – zwei chinesische Universitäten, Peking und Tsinghua, schafften es etwa in die Top-20 der GEURS-Rangliste. "Universitäten aus Ländern wie China oder Indien holen enorm auf. Dem müssen sich europäische Universitäten stellen, wenn sie zukunftsfähig bleiben möchten", sagt Ullah.
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