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V.l.n.r: Arseniy Vershini, Hanno Renner, Ignaz Forstmeier und Roman Schumacher. Bild: Personio

Die Einrichtung von herkömmlichen HR-Systemen ist für kleine und mittlere Unternehmen oft zu teuer und zu kompliziert. Deshalb entwickelte Personio eine Software­lösung, die alle HR-Prozesse abbildet und sich ohne Installation auf jedem browserfähigen Gerät nutzen lässt.

Wer hat’s gegründet?

Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gründeten Personio im Jahr 2015. Die vier Gründer lernten sich am Münchner Center for Digital Technology and Management (CDTM) kennen, aus dem bereits erfolgreiche Unternehmen wie Outfittery, Stylight, Freeletics oder eGym entstanden sind.

Wie war die Entwicklungszeit?

Wir haben Personio in der Anfangsphase mit einer kleineren Gruppe von Pilotkunden getestet. Diese waren so zufrieden und begeistert, dass unser Kundenstamm ohne aktives Marketing innerhalb der ersten 18 Monate auf über 150 Kunden wuchs. Heute, über zwei Jahre nach der Gründung, stehen wir bei über 400 Kunden.

Was ist die Idee dahinter?

Personio wurde aus einem Problem heraus geboren, da einer der Gesellschafter bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Personalverwaltungsaufgaben übernehmen musste und schnell gemerkt hat, wie zeitraubend diese Prozesse sein können. Die Idee hinter Personio ist, allen administrativen Anforderungen und Aufgaben von Personalverantwortlichen in kleinen und mittleren Unternehmen mit einer umfassenden Software gerecht zu werden. Als das HR-Betriebssystem erlaubt Personio mehr Zeit für wertschöpfende Personalarbeit, indem es Personalprozesse automatisiert und die Mitarbeiter über eigene Benutzerkonten in administrative Aufgaben einbezieht. Gerade in kleineren Unternehmen haben Personalverantwortliche bisher oft zahlreiche „Insellösungen” an der Hand, die nur einen bestimmten Personalprozess wie beispielsweise Zeiterfassung oder Urlaubsbeantragung abbilden. Die Nutzung einzelner Lösungen wird in der Praxis leicht unübersichtlich und kann zu inkonsistenten Daten und ineffizienten Abläufen führen. Personio bietet alles in einer Software vereint und sorgt so für verschlankte Prozesse, Nachvollziehbarkeit und Datenkonsistenz. Mit Personio können HR-Manager Mitarbeiter rekrutieren, verwalten und entwickeln. Intuitive Bedienung und der kostenfreie Münchner Kundenservice erleichtern den Einstieg. Zusätzlich kann Personio, als Cloud-Lösung mit ISO-zertifizierten Sicherheits-Servern zur Datenspeicherung in Frankfurt, bereits in weniger als vier Wochen einsatzbereit sein. 

Was soll noch geändert werden?

Unser Ziel ist es, Personio zur zentralen Human-Resources-Plattform für kleine und mittlere Unternehmen in Europa aufzubauen, an die sich weitere Anbieter von Services wie Lohnabrechnung oder Feedback anbinden können. Unsere Funktionen werden, auch dank der vielen Vorschläge unserer Kunden, immer mehr verfeinert und die Integrationen mit weiteren Partnern in den nächsten Monaten vorangetrieben. 

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Wir bei Personio arbeiten mit sehr viel Eigeninitiative und Freiraum. Wir legen gemeinsam mit allen Mitarbeitern fest, welche Ziele wir erreichen wollen. Unser Arbeiten mit quartalsweisen OKRs (Objectives and Key Results) führt dazu, dass jeder Mitarbeiter in seinem Bereich aktiv in die Umsetzung der Unternehmensziele mit eingebunden ist. Das schafft Motivation, Transparenz und Spaß an der Arbeit. Für Mitarbeiter heißt das aber auch, dass diese bereit sein müssen, das eigene Management öfter mal zu hinterfragen und sich mit ihren Ideen durchzusetzen. In diesem Bereich können größere Unternehmen wahrscheinlich von uns lernen.


Weitere Informationen: www.personio.de

Mehr zum Thema: https://www.haufe.de/thema/hr-startup/

Schlagworte zum Thema:  Startup, Human Resource Management, Recruiting, Software, HR-Startup

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