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Tristan Niewöhner ist der Kopf hinter persomatch: einer zentralisierten, googlebasierten Jobsuche. Bild: © PERSOMATCH

Die Kandidaten dort ansprechen, wo sie unterwegs sind. Das hat sich persomatch zur Aufgabe gemacht: Das Unternehmen von Tristan Niewöhner bietet Stelleninserate an, die in den Google-Suchergebnissen erscheinen – am Startpunkt vieler Job-Suchen.

Wer hat’s gegründet?

1987 geboren und in Gütersloh aufgewachsen, hatte Tristan Niewöhner schon in der Schulzeit erste Geschäftsideen. Nach dem BWL-Studium in Paderborn, Peking und Normal (Illinois) gründete er 2013 mit Freunden „freat“, einen Onlineshop für Liefergastronomie. 2014 wurde er Gründercoach bei TecUP bei Professor Dr. Kabst an der Universität Paderborn, kurz darauf startete er „Loom Technologies“, das Logistiksoftware entwickelt. 2016 verkaufte er seine Loom-Anteile und wurde Entrepreneur in Residence bei der Founders Foundation, Bertelsmann-Stiftung. Hier entstand die Idee für persomatch: eine zentralisierte, googlebasierte Jobsuche.

Wie war die Entwicklungszeit?

Die Idee war so logisch und naheliegend, dass es schnell ging: Vom Erkennen der Notwendigkeit einer neuen Form der Jobsuche über die Ausarbeitung bis hin zum Start vergingen nur sechs Monate: Im Dezember 2016 stand die Idee, im Februar 2017 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister, im März stiegen Investoren ein – im Mai wurden die ersten Stellenangebote eingestellt.

Was ist die Idee dahinter?

Gerade für Start-ups und kleinere Unternehmen sind die klassischen Jobportale oft zu aufwendig, zu teuer und vor allem zu dezentral: Welches Jobportal ist das Richtige? Welches wird von wem genutzt? Wer sich für die falsche Plattform entscheidet, verbrennt Kapital. Es wurde deutlich, dass man das Zusammenbringen von Jobsuchenden und -bietenden für alle Branchen radikal vereinfachen und günstiger machen müsste – durch eine einzige, googlebasierte Suche.
Das Ergebnis heißt persomatch. Statt weiterhin verschiedene Plattformen buchen oder durchsuchen zu müssen, werden bei persomatch Jobangebote einmal eingestellt und über die klassische Googlesuche portalunabhängig gefunden. Suchende müssen lediglich bei Google den gesuchten Job (Berufsbezeichnung) und Ort eingeben und das vom Unternehmen bei persomatch eingestellte Angebot erscheint als Anzeige ganz oben im Suchergebnis, noch vor den Zusammenfassungen des vermutlich bald eingeführten Angebots von „Google for Jobs“. persomatch ist extrem einfach und entspricht den Gewohnheiten der Zielgruppe: die Suche von Alltäglichem per Suchmaschine.

Was soll noch geändert werden?

Ziel ist es, den gesamten Recruiting- und Bewerbungsprozess immer weiter zu vereinfachen, bis zum Schluss die Bewerbung mit einem Klick möglich ist: Job anbieten, Angebote finden, zusammenkommen. Niemand soll seine Zeit mit der Suche nach Plattformen und deren Anforderung verbringen, sondern mit dem Finden der passenden Stelle beziehungsweise des besten Personals.

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Zum einen: Denkt einfach einfach. Es liegt so nahe, eine Suchmaschine für die Suche nach Jobs zu nutzen. Statt immer wieder neue Angebote zu entwickeln, sollten wir schauen, wie wir die bestehenden für Weiterentwicklungen und Optimierungen nutzen können. Reduktion und Vereinfachung wird ein neuer Trend werden, der mit persomatch früh erkannt wurde. Zum anderen: Qualifizierte Mitarbeiter sind ein sehr rares Gut. Wir können es uns schlicht nicht erlauben, beim Wettkampf um die besten Köpfe zu verlieren, nur weil die Jobsuche zu aufwendig ist und gute Leute mit wenig Zeit die Angebote nicht finden.


Weitere Informationen: www.persomatch.de 

Mehr zum Thema: https://www.haufe.de/thema/hr-startup/

Schlagworte zum Thema:  HR-Startup, Stellenangebot, Rekrutierung, Jobbörse, Startup

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