Praxis-Beispiele: Fahrten W... / 3 Erstattung der Bahnfahrkarte
 

Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin wohnt 30 Kilometer von der ersten Tätigkeitsstätte entfernt und fährt an 220 Tagen mit der S-Bahn ins Büro. Nach der firmeninternen Regelung erhält sie die Monatskarte, die sie zum Preis von 80 EUR monatlich selbst erwirbt, in voller Höhe zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erstattet.

Wie muss die Fahrkartenerstattung lohnsteuerlich behandelt werden und welche sozialversicherungsrechtlichen Folgen ergeben sich?

Lösung

Die Erstattung von Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte bleibt ab 2019 steuerfrei, wenn sie zusätzlich gewährt wird. Diese Steuerbefreiung führt auch zur Sozialversicherungsfreiheit. Eine private Nutzungsmöglichkeit der Bahnfahrkarte für den Nahverkehr ist unschädlich.

Die Zuschüsse werden bei der Einkommensteuererklärung der Mitarbeiterin auf die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale angerechnet.

 
Es ergibt sich für 2020 folgende Berechnung
220 Arbeitstage × 30 Kilometer × 0,30 EUR 1.980 EUR
Abzgl. pauschalversteuerte Zuschüsse - 960 EUR
Verbleibende Werbungkosten 1.020 EUR

Hinweis

Die gleiche Lösung ergibt sich auch bei Zurverfügungstellung eines Jobtickets durch den Arbeitgeber (ggf. mit Zuzahlung der Mitarbeiterin).

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