Lohnsteuer-Jahresausgleich / 1 Berechtigung vs. Verpflichtung zur Durchführung

Ein Lohnsteuer-Jahresausgleich kommt nur in Betracht für Arbeitnehmer, die während des gesamten Kalenderjahres beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt sind.

Bis Ende 2019 setzte die Durchführung des betrieblichen Lohnsteuer-Jahresausgleichs voraus, dass der Arbeitnehmer unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist. Folglich durfte der Arbeitgeber für beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer bis einschließlich des Jahres 2019 keinen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen. Ab dem Jahr 2020 setzt die Durchführung des betrieblichen Lohnsteuer-Jahresausgleichs nicht mehr voraus, dass der Arbeitnehmer unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist.

Zu den begünstigten Personen gehören auch Arbeitnehmer, die Bezüge aus dem früheren Arbeitsverhältnis erhalten, z.  B. Bezieher von Werksrenten (Werkspensionen) und von Vorruhestandsgeld. Vom Lohnsteuer-Jahresausgleich ausgeschlossen sind Arbeitnehmer, die ganzjährig in einem Dienstverhältnis stehen, jedoch nicht beim gleichen Arbeitgeber.

Berechtigung zum Lohnsteuer-Jahresausgleich

Der Arbeitgeber darf den betrieblichen Lohnsteuer-Jahresausgleich auf freiwilliger Basis durchführen, wenn kein gesetzlicher Ausschlussgrund vorliegt.[1]

Verpflichtung zum Lohnsteuer-Jahresausgleich

Der Arbeitgeber ist zur Durchführung des Ausgleichs verpflichtet, wenn er am 31.12. des Ausgleichsjahres mindestens 10 Arbeitnehmer beschäftigt.[2]

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