Bewertung lohn- und einkomm... / 1.6 Tabelle zur Berechnung des Versorgungsfreibetrags

Der maßgebende Prozentsatz, der Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrags und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag sind gesetzlich festgelegt und der folgenden Tabelle zu entnehmen[1]:

 
Jahr des Versorgungsbeginns Versorgungsfreibetrag Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in EUR
in v. H. d. Versorgungsbezüge Höchstbetrag in EUR
bis 2005 40,0 3.000 900
ab 2006 38,4 2.880 864
2007 36,8 2.760 828
2008 35,2 2.640 792
2009 33,6 2.520 756
2010 32,0 2.400 720
2011 30,4 2.280 684
2012 28,8 2.160 648
2013 27,2 2.040 612
2014 25,6 1.920 576
2015 24,0 1.800 540
2016 22,4 1.680 504
2017 20,8 1.560 468
2018 19,2 1.440 432
2019 17,6 1.320 396
2020 16,0 1.200 360
2021 15,2 1.140 342
2022 14,4 1.080 324
2023 13,6 1.020 306
2024 12,8 960 288
2025 12,0 900 270
2026 11,2 840 252
2027 10,4 780 234
2028 9,6 720 216
2029 8,8 660 198
2030 8,0 600 180
2031 7,2 540 162
2032 6,4 480 144
2033 5,6 420 126
2034 4,8 360 108
2035 4,0 300 90
2036 3,2 240 72
2037 2,4 180 54
2038 1,6 120 36
2039 0,8 60 18
2040 0,0 0 0

Bemessungsgrundlage

Die Bemessungsgrundlage für den Versorgungsfreibetrag ist

  • bei Versorgungsbeginn vor 2005 das 12-Fache des Versorgungsbezugs für Januar 2005 und
  • bei Versorgungsbeginn ab 2005 das 12-Fache des Versorgungsbezugs für den ersten vollen Monat,

jeweils zuzüglich der voraussichtlichen Sonderzahlungen im Kalenderjahr, auf die bei Versorgungsbeginn ein Rechtsanspruch besteht.[2]

Der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag darf nur bis zur Höhe der um den Versorgungsfreibetrag geminderten Bemessungsgrundlage berücksichtigt werden.[3] Für jeden vollen Kalendermonat, für den keine Versorgungsbezüge gezahlt werden, ermäßigen sich der Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in diesem Kalenderjahr um je ein Zwölftel.[4]

 
Praxis-Beispiel

Ermittlung des Versorgungsfreibetrags

Ein Arbeitnehmer erhält mit Vollendung seines 65. Lebensjahres erstmals im Oktober 2019 aus einer Pensionszusage eine monatliche Betriebsrente von 1.000 EUR. Im Versorgungszeitraum 2019 bezieht er Versorgungsbezüge von insgesamt 3.000 EUR; im Jahr 2020 insgesamt 12.000 EUR.

Ergebnis: Die Versorgungsbezüge sind steuerpflichtiger Arbeitslohn, bleiben jedoch in den Grenzen des § 19 Abs. 2 EStG steuerfrei. Für 2019 beträgt der steuerfreie Anteil 17,6 %, max. 1.320 EUR (Höchstbetrag), der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag beträgt 396 EUR.

Versorgungsfreibetrag und Zuschlag berechnen sich wie folgt:

 
1.000 EUR × 12 Monate = 12.000 EUR  
Davon 17,6 % = 2.112 EUR, höchstens jedoch 1.320 EUR
Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 396 EUR
Gesamt 1.716 EUR
Für 2019: davon anteilig 3/12 429 EUR

Der Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag werden für die gesamte Laufzeit des Versorgungsbezugs festgeschrieben, sodass in 2020 von den Versorgungsbezügen i. H. v. 12.000 EUR ebenfalls ein Versorgungsfreibetrag i. H. v. 1.716 EUR abgezogen wird.

Erzielt der Steuerpflichtige mehrere Versorgungsleistungen – auch aus unterschiedlichen Einkunftsarten – ist der Versorgungsfreibetrag quotal auf alle Versorgungsbezüge zu verteilen.[5]

[5] FG Köln, Urteil v. 26.6.2019, 14 K 2426/18, EFG 2020 S. 440.

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