Wie sich beim Heizen sparen lässt

Verwalter, Vermieter und Eigentümer sollten ihren Fokus rechtzeitig auf den Kauf von neuem Heizöl legen, insbesondere, wenn es um größere Mengen geht. Denn ab Januar 2021 werden die Preise deutlich anziehen. Dann kommt der CO2-Preis und die "alte " Umsatzsteuer (USt.) gilt wieder.

Bis zum Jahresende profitieren Heizölkäufer noch von mehreren Einspareffekten. Darauf weist das Vergleichsportal Verivox hin. Zum einen gilt bis zum 31.12.2020 der niedrigere Umsatzsteuersatz, der den Preis von Heizöl senkt. Zum anderen wird ab dem kommenden Jahr der CO2-Preis, den Bund und Länder beschlossen haben, den Brennstoff verteuern.

CO2-Preis macht Heizöl deutlich teurer

Der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid kostet ab dem 1. Januar kommenden Jahres 25 Euro, bis 2025 wird dieser CO2-Preis bis auf 55 Euro pro Tonne CO2 ansteigen. Für die Heizölpreise bedeutet das: Ein Liter kostet 2021 rund acht Cent mehr, im Jahr 2025 erhöhen sich die Kosten durch den höheren CO2-Preis um rund 17 Cent pro Liter. 

Insgesamt ist Heizöl aktuell sehr günstig: Laut Statistischem Bundesamt ist der Preis in diesem Jahr stetig gesunken. Im Januar 2020 lag er bei 65,10 Euro pro Hektoliter. Durch die Coronakrise erreichte er im Mai einen Tiefstand von 41,38 Euro pro Hektoliter. Seither haben die Ölpreise zwar wieder leicht angezogen, lagen aber im Juli immer noch bei sehr günstigen 44,09 Euro pro Hektoliter.

Ölheizungen sind Auslaufmodelle

Ein Modell für die Zukunft sind Ölheizungen aber trotzdem nicht: Am 1.11.2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz in Kraft – es enthält auch eine Regelung für Ölheizungen. Ab dem Jahr 2026 ist der Einbau dieser Heizungstechnologie aus Klimagesichtspunkten – mit wenigen Ausnahmen – verboten. Auch Heizkessel, die älter sind als 30 Jahre, dürfen nicht mehr betrieben werden.

In Gebäuden, in denen noch eine veraltete Ölheizung läuft, sollten sich Verwalter und Wohnungseigentümer deshalb rechtzeitig über Möglichkeiten zur Modernisierung informieren. Die Fördermittel dafür wurden in diesem Jahr noch weiter ausgebaut. Beim Austausch einer Ölheizung können nach Angaben von Verivox insgesamt bis zu 45 Prozent der Kosten erstattet werden.


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