Einfamilienhäuser: So verteilen sich die Preise regional
Mehr als jedes dritte angebotene Einfamilienhaus in den deutschen Metropolen kostet mehr als eine Million Euro. Im Umland der Großstädte und in den kreisfreien Städten konzentriert sich etwa jede zweite Kontaktanfrage auf Häuser zwischen 250.000 und 500.000 Euro. Im ländlichen Raum wiederum werden mehr günstige Einfamilienhäuser (unter 250.000 Euro) angeboten als nachgefragt.
Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse von ImmoScout24, für die untersucht wurde, wie sich Angebot und Nachfrage beim Kauf von Einfamilienhäusern regional auf verschiedene Preisklassen verteilen.
Einfamilienhäuser: Angebot und Nachfrage nach Region
Angebot und Nachfrage bei Einfamilienhäusern verteilen sich auf unterschiedliche Preissegmente. Oft übersteigt das Angebot in einer Preisklasse die Nachfrage. Dabei sind die Unterschiede je nach Region deutlich: In den Metropolen ist die Nachfrage nach den vorhandenen Millionenobjekten nicht so groß wie das Angebot, im ländlichen Raum gibt es einen Überhang an günstigen Häusern.
"Einfamilienhäuser sind in den Metropolen knapp und entsprechend meist hochpreisig. Im ländlichen Raum gibt es zwar deutlich mehr günstige Angebote, diese sind jedoch häufig älter, sanierungsbedürftig oder liegen in Regionen mit geringerer Nachfrage. Entsprechend entfällt ein großer Teil der Nachfrage auch dort auf höherpreisige Immobilien", erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.
Metropolen: Diese Häuser sind am stärksten nachgefragt
Rund sechs Prozent des Angebots an Einfamilienhäusern liegt in den acht größten deutschen Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Innerhalb dieses Marktsegments kostet mehr als jedes dritte (34 Prozent) angebotene Einfamilienhaus mehr als eine Million Euro – auf diese Preisklasse entfällt aber laut ImmoScout24 nur knapp jede vierte (24 Prozent) Kontaktanfrage.
Am stärksten nachgefragt sind demnach Häuser mit einem Preis zwischen 500.000 und 750.000 Euro. Darauf entfallen 30 Prozent der Kontaktanfragen. Der Anteil des Angebots liegt in diesem Preissegment mit 27 Prozent leicht darunter.
Umland und kreisfreie Städte: Wo es eine Angebotslücke gibt
Im Umland der Metropolen und in den kreisfreien Städten ist nach Angaben von ImmoScout24 die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zwischen 250.000 und 500.000 Euro am größten. Knapp die Hälfte (47 Prozent im Umland der Metropolen und 49 Prozent in den kreisfreien Städten) aller Anfragen auf dem Portal entfällt auf diese Preisklasse.
Häuser in dieser Preisklasse machen aber nur 39 Prozent des Angebots im Umland der Metropolen und nur 42 Prozent in den kreisfreien Städten aus. Die Nachfrage übersteigt hier das Angebot deutlich.
Ländlicher Raum: Gesucht wird oft in höheren Preisklassen
Im ländlichen Raum konzentriert sich die Nachfrage laut Analyse vor allem auf Einfamilienhäuser zwschen 250.000 und 500.000 Euro. Auf dieses Segment entfallen 49 Prozent der Kontaktanfragen, während der Angebotsanteil bei 44 Prozent liegt.
Gleichzeitig kostet knapp jedes dritte (31 Prozent) auf der Immobilienplattform angebotene Einfamilienhaus weniger als 250.000 Euro. Auf diese Preisklasse entfallen jedoch nur 26 Prozent der Kontaktanfragen.
Methodik
Für die Analyse wurden alle im ersten Quartal 2026 auf ImmoScout24 zum Kauf angebotenen Einfamilienhäuser und die zugehörigen Kontaktanfragen ausgewertet. Die angegebenen Prozentwerte beschreiben den Anteil eines Preissegments am gesamten Angebot beziehungsweise an allen Kontaktanfragen innerhalb der jeweiligen Region.
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