25.09.2012 | Corestate

Bedingungen für Immobilienfinanzierungen verschärfen sich weiter

Vor allem Geschäftsbanken haben ihre Kreditbestände deutlich reduziert
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Corestate/EBS Remi Forschungsstelle „Distressed Real Estate Debt“ prognostiziert eine weitere Verschärfung der Bedingungen von Immobilienfinanzierungen und steigende Volumina notleidender Immobilienfinanzierungen. 

In den kommenden zwei Jahren wird die Anzahl sowie das Transaktionsvolumen an Distressed Real Estate Assets in Deutschland deutlich steigen. Finanzexperten rechnen mit einer erhöhten Verkaufsbereitschaft von notleidenden Immobilienfinanzierungen. Gleichzeitig zeigen die Entwicklungen der Bestimmungsgrößen wie Fremdkapitalquote, Laufzeiten und Finanzierungsvolumen, dass Banken künftig vorsichtiger vorgehen und einen erhöhten Kapitaldienst von ihren Kreditnehmern fordern.

Mit dem steigenden Volumen an notleidenden Immobilienfinanzierungen werde eine erhöhte Anzahl an Immobilienportfolien auf den Markt kommen, deren immobilienwirtschaftliche Situation zwar grundsätzlich gesund sei, die jedoch aufgrund des eingeschränkten Zuganges zu Fremdkapital notleidend werden könnten. "Diese Situation führt zu sinkenden Preisen und einer Ausweitung der Differenz zwischen Core- und Non-Core-Renditen“, sagt Ralph Winter, Founder und Chairman der Corestate Capital AG

„Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Bewertung der Finanzierungslage gewerblicher Immobilien aus Sicht der Banken“, so Prof. Dr. Nico Rottke, Gründer und Leiter des Real Estate Management Institute der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Den Fragebogen erhielten knapp 50 Führungskräfte aus dem Bankensektor, darunter Vorstandsvorsitzende, Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von insgesamt 32 privaten Geschäftsbanken, Landesbanken und Pfandbriefbanken.

Dabei zeigten die Ergebnisse eine Aufspaltung der Finanzierungslandschaft: Einige Banken erweitern ihr Neugeschäft auf dem deutschen Markt, andere Institute reduzieren. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln haben vor allem die Sparkassen nach dem Einbruch in 2008 ihre Bestände für Gewerbeimmobilienunternehmen deutlich erhöht. Geschäftsbanken haben ihre Kreditbestände jedoch kontinuierlich verringert.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfinanzierung, Kredit

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