E-Rechnung

Unternehmen sehen E-Rechnung inzwischen als Digitalisierungstreiber

Nach anfänglicher Skepsis hat sich die Einstellung gegenüber der elektronischen Rechnung in deutschen Unternehmen gewandelt. 

Frau mit Rechnungsübersicht auf Tablet

Am 1.1.2025 traten die Regelungen zur elektronischen Rechnung in Kraft. Großzügige Übergangsregelungen sollten dabei die Umstellung für alle Unternehmen möglichst unkompliziert gestalten. Dennoch fürchteten viele zunächst einen hohen Aufwand bei der Einführung der technischen Prozesse. Im Gegensatz dazu war es allerdings Ziel der neuen Vorgaben, die organisatorischen Abläufe zu erleichtern. Dass dies durchaus bereits gelungen ist, macht nun eine Studie deutlich. 

Studie ermittelt Stimmungsbild zur E-Rechnung

In einer aktuellen Studie zeigt der Verband elektronische Rechnung (VeR), dass die E-Rechnung die Geschäftsprozesse in deutschen Unternehmen schon jetzt erheblich verändert hat. Demnach nimmt eine große Zahl von Entscheidern inzwischen die Vorteile vor allem in Bezug auf die Digitalisierung wahr. Grundlage der Studie ist eine Online-Umfrage aus dem Juni 2026. Daran teilgenommen haben 143 Verantwortliche aus Wirtschaft, Verwaltung und Beratung sowie der Softwarebranche. Zusammengefasst wurden die Ergebnisse in einem Booklet .

Aktueller Stand der Umsetzung

Bereits jetzt beschäftigen sich 91 % der Umfrage-Teilnehmer nach eigenen Angaben täglich oder zumindest regelmäßig mit E-Rechnungen. Entsprechend positiv sind ihre Einschätzungen in Bezug auf den Beitrag zur weiteren Digitalisierung sowie zur Verbesserung von Abläufen in den Unternehmen. Neben dem erwarteten Potenzial aus der Automatisierung sehen sie die Chancen besonders in einer besseren Datenqualität sowie der Beschleunigung von Prozessen.

Besonders gut aufgestellt sind nach Meinung der Befragten bisher vor allem Großunternehmen sowie internationale Gesellschaften. Anders sieht dies allerdings bei den kleinen Unternehmen und auch im Mittelstand aus. Daraus ergibt sich für in Bezug auf den derzeitigen Stand der Umsetzung eine insgesamt recht kritische Beurteilung. Immerhin gehen 81 % davon aus, dass die Vorbereitung noch eher schlecht oder sogar unzureichend ist. Als Hauptgrund dafür wird fehlendes Wissen angegeben. Dringenden Nachholbedarf erkannten sie außerdem beim geplanten digitalen Meldesystem. Hier fehlen den Unternehmen noch die notwendigen Informationen.

 


0 Kommentare
Sie haben noch keinen Text eingegeben.
Noch keine Kommentare - teilen Sie Ihre Sicht und starten Sie die Diskussion