| Internationale Rechnungslegungsstandards

Nationale Standardsetzer auf Distanz zur IFRS-Stiftung

Bild: Haufe Online Redaktion

Die nationalen Standardsetzer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien distanzieren sich von einem Vorschlag der IFRS-Stiftung zu einer engeren Zusammenarbeit. Dies geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme der vier Organisationen hervor.

Die IFRS-Stiftung hatte im November 2012 Vorschläge zur Einrichtung eines Accounting Standards Advisory Forum (ASAF) vorgelegt. Der Hauptzweck des neuen Gremiums soll in der fachlichen Beratung des IASB liegen.

In ihrer Stellungnahme befürworten der DRSC e.V., die Autorité des Normes Comptables (Frankreich), der Financial Reporting Council (Großbritannien) und die Organismo Italiano di Contabilitá (Italien)  zwar den Vorschlag zur Einrichtung eines beratenden Rechnungslegungsstandardforums. Dennoch geht der Vorschlag aus ihrer Sicht an den Bedürfnissen der großen nationalen Standardsetzer vorbei. Weitere Kritikpunkte sind außerdem der unklare Nominierungsprozess und die Zusammensetzung des Gremiums. Zum einen werde nicht zwischen Ländern mit und ohne IFRS-Anwendungspflicht differenziert. Zum anderen werde regionalen Gruppen der Vorzug gegeben, obwohl diese zumeist keine Standardsetzer darstellen beziehungsweise eine solche Rolle einnehmen würden.

Die Schlussfolgerung der vier nationalen Standardsetzer: Bleibt es beim derzeitigen Vorschlag, wollen sie ihre bilaterale Beziehung zum IASB aufrechterhalten, um sich angemessen in das internationale Standardsetting einbringen zu können.

Schlagworte zum Thema:  IAS, IFRS, Bilanzierung

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