28.09.2016 | Serie WHU-Campus for Controlling 2016

SAP Digital Boardroom präsentiert Entscheidungsgrundlagen im Großformat

Serienelemente
Bild: WHU - Otto Beisheim School of Management

Oft werden in einer GF-Sitzung spontan neue Daten verlangt. Das brachte Controller bisher häufig in die Klemme. Mit dem SAP Digital Boardroom lässt sich diese Situation vermeiden, wie Wolfgang Jany von SAP in seinem Vortrag erläuterte. Und die Digitalisierung bei SAP geht noch deutlich weiter.

Drei Bildschirme bieten vollständige Information

Die Idee des SAP Digital Boardrooms kam vor zwei Jahren vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hasso Plattner. Seit einem Jahr wird er bei SAP in Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen eingesetzt – wobei eine Nutzung auch auf weiteren Managementebenen angestrebt wird. Grundsätzlich handelt es sich beim Digital Boardroom um einen mit drei Bildschirmen ausgestatteten Meeting-Raum:

  • Der linke Bildschirm zeigt Daten, die einen Überblick über die aktuelle Situation des Unternehmens geben (z.B. Entwicklung der SAP-Aktie im Vergleich zu seinen Wettbewerbern).
  • Auf dem mittleren Bildschirm sind unternehmensinterne Daten zu sehen (z.B. finanzielle KPIs) und es können Vergleiche und Analysen vorgenommen werden.
  • Auf dem dritten Bildschirm lassen sich Kontextinformationen aufrufen (z.B. potenzielle neue Deals).

Echtzeitdaten & Simulationsmöglichkeiten

Wie Herr Jany, Leiter Controlling CoE Master Data & Office of the CCO and COO bei der SAP, in seiner Live-Demonstration zeigte, bietet der SAP Digital Boardroom einige Vorteile: ein einheitliches Reporting, Zugriff auf Echtzeitdaten, Drilldown Analysen und Simulationsmöglichkeiten. Alle Teilnehmer diskutieren im Meeting über die gleichen Zahlen; zugleich kann bei SAP sogar jeder einzelne Beleg direkt aufgerufen werden. Einzelne Szenarien wie die Auswirkungen verschiedener Wechselkurse lassen sich direkt im Meeting simulieren – dank eines umfangreichen Werttreiberbaums, der regelmäßig aktualisiert wird. Früher mussten Entscheidungen vertagt werden, bis der Controller die geforderten Analysen durchgeführt hatte; heute kann direkt ohne Verzögerung im Meeting entschieden werden. Wenn Fragen nicht beantwortet werden können, dann liegt das nicht mehr an fehlenden Informationen.

Neue Transparenz möglich – wenn gewünscht

Das SAP Digital Boardroom schafft eine neue Transparenz. Bei SAP ist dies ausdrücklich vom Vorstand gewünscht. Das ist aber nicht in jedem Unternehmen der Fall, wie in der Diskussion angemerkt wurde. Zudem wurde die Befürchtung geäußert, dass sich das Management in Details verliert und immer mehr Analysen anfordert. Hier verwies Herr Jany auf die Rolle des Controllings. Für das Controlling geht es nach wie vor darum, sich eine Geschichte zu überlegen und diese dem Vorstand zu präsentieren. Was sich verändert, ist das Medium – Digital Boardroom anstatt Powerpoint – und die Möglichkeiten, direkt im Meeting basierend auf aktuellen Informationen und Analysen zu entscheiden.

Einstieg in Cloud-Lösungen als "digitales Geschäftsmodell"

Das Aufkommen von Cloud-Anbietern im Bereich Unternehmenssoftware 2008/2009 löste auch bei SAP einen Transformationsprozess aus. Einstmals nur im klassischen On-Premise-Geschäft (lokale Installation beim Anwender) aktiv, investierte SAP in den folgenden Jahren verstärkt in das Cloud-Geschäft (z.B. SAP HANA Enterprise Cloud, SAP Digital Boardroom) und tätigte einige Übernahmen (z.B. SuccessFactors). Auch das Controlling veränderte sich durch die neuen Geschäftsmodelle. Inzwischen gibt es bei SAP Produktionscontroller und durch die Investitionen in Rechenzentren hat das Thema „CapEx“ (Capital Expenditures, Investitionsausgaben) eine für SAP neue Bedeutung gewonnen.

Schlagworte zum Thema:  SAP, Management Reporting, Business Intelligence, Controlling-Software , Veranstaltung, Digitalisierung

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